Sauberes Trinkwasser: Finger weg von Silberionen

Den Artikel von CamperStyle solltet ihr unbedingt einmal lesen: Experten-Interview: Silberprodukte im Frischwassertank

Wir predigen es seit Jahren, lasst die giftigen Silberionen aus dem Tank und dafür werden wir regelmäßig verbal angegriffen:
„Das machen wir seit Jahren so und sind nie krank geworden“, ist da noch der harmloseste Ansatz.
Silberionen-Produkte sind im gewerblichen Bereich seit Jahren verboten, nur im privaten Campingmarkt boomen sie nach wie vor.

Das Camperstyle-Interview:

Die Macher von Camperstyle haben den Experten Dr. Michael Saefkow in einem ausführlichen Interview zu den Gefahren von Silberionen befragt. Das komplette Interview zum nachlesen

Und wer nach dem Lesen des Interviews immer noch auf Silberionen-Produkte zugreift, braucht sich bei späteren Beschwerden nicht wundern, denn:

 

Zitat:

Neben der direkten Schädigung von menschlichen Zellen haben Silberionen aber auch einen indirekten Effekt. ...

Verschwiegen wird aber, dass die freigesetzten Silberionen sehr wohl in das Gehirn gelangen und dort schädigende Wirkung entfalten können.

Dr. Michael Saefkow: Interview auf Camperstyle

Bitte, bitte lest euch einmal das Interview auf Camperstyle durch, wenn ihr unserer Warnung schon in der Vergangenheit nicht geglaubt habt. Denn was Dr. Saefkow hier zusammenfasst hat es in sich.
Mit diesem Wissen sollte man nicht nur das Ei nicht mehr mit dem Silberlöffel essen, sondern auch alle Silberionenprodukte aus dem Wohnwagen oder Wohnmobil verbannen!

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Dabei geht es viel gesünder!
Beginnen wir mit dem Reinigen des Tanks.
Wir machen das 2x im Jahr mit einfacher Chlorlauge.
Das ist günstiger, wie jedes Mittel aus dem Fachhandel
und genauso effektiv

Wasserschlauch nach der Trinkwasserverordnung

Ebenfalls einen eigenen Artikel haben wir das Thema Trinkwasserschlauch gewidmet. Denn man sollte nie die vorhandenen Schläuche nutzen. 
Wir wechseln vor Ort auch die Gardenaverbinder und lassen vor dem Befüllen reichlich Wasser ablaufen.
Dazu einen guten Schlauch nach DSGW in 3 und 5 Meter Länge. So können wir mit einem Verbinder 8 Meter bis zur Zapfstelle überbrücken. Und die 3 Meter sind super, wenn man direkt neben der Zapfstelle steht, damit der Schlauch nicht im Dreck liegt!

Zum Artikel auf das Bild klicken:

Vorfilter:

Nicht immer braucht man den Profi-Filter.
Oft reicht es, einen einfachen Grobfilter beim Befüllen vorzuschalten, um Schwebeteilchen und Sandkörnchen aus dem Tank heraus zu halten.
Wir haben uns diesen aus handelsüblichen Teilen selbst gebaut.

Zum Artikel auf das Bild klicken:

Alb-Filter

Trauen wir der Wasserstelle nicht, benutzen wir den Filter von ALB. (Unser Bericht zum nachlesen)
Dieser setzt sich aus dem feinen Vorfilter und dem Activefilter zusammen.
Das ist nicht mehr ganz so billig und muss auch alle halbe Jahre erneuert werden, aber zu 99% filtert der ALB alles aus.
Nachteil: Der Tankvorgang dauert deutlich länger. Aber das muss es einem wert sein!

Tank-o3:

Ganz neu hat das System aus Holland von Tank-03 bei uns Einzug gehalten.
Dabei wird im Wassertank eine winzige Menge Ozon produziert, die alles abtötet und nach kurzer Zeit unschädlich ist.
Laut einer Studie die optimale Lösung im Tank (hier nachlesen)
Mit 399 Euro nicht billig, aber ungiftig und dauerhaft.

Tank-o3: o3 steht dabei für Ozon, das Keime und Bakterien zuverlässig tötet und nach kurzer Zeit in Sauerstoff (o2) zerfällt

UV-Lampe im Tank

Ebenfalls ein erfolgreiches System sind UV-Lampen im Tank oder noch besser in der Leitung. Diese bestrahlen das Wasser im vorbeifließen und zerstören so die Zellmembran der Bakterien. (Bericht hier)
Als Laie kann ich nicht entscheiden, was besser ist.
Beide Systeme zusammen benötigt man sicher nicht, aber eines davon sollte man sich unseres Erachtens gönnen.

Zum Artikel auf das Bild klicken:

Kriesengebiet

Und solltet ihr einmal in einer Gegend sein, wo auch die Einheimischen ihr Wasser nur abkochen, dann kauft das Wasser zum Trinken und Kochen in Kanistern und nehmt das Wasser aus dem Tank allenfalls zum Duschen.
Aber diese Fälle gibt es in Europa unseres Wissens gar nicht mehr.
Trotzdem solltet ihr euch immer vor Ort erkundigen, wie es die Einheimischen halten.
Sicher ist sicher!

Jürgen Rode

Jürgen Rode

Womo.blog
Jürgen Rode schreibt seit 2012 auf Womo.blog
Der gelernte Wertpapierspezialist ist in einer Maschinenbaufirma groß geworden und arbeitet noch heute gerne in seiner Werkstatt. Als Sportler wurde er 1991 Bumerang-Europameister

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4 Antworten

  1. Vielen Dank für die intensive Behandlung des Themas Wasser / Trinkwasser im Tank. Wir haben uns neben Quarzflex-Trinkwasserschlauch, das Albfiltersytem und Tank o3 gegönnt.

    Ich habe mir einmal eine schwere bakterielle Infektion durch Trinkwasser in Frankreich zugezogen – das braucht kein Mensch!

    Da ist jeder Euro zur Sicherung der Wassersauberkeit im WoMo gut angelegtes Geld.

  2. Hallo Jürgen,
    vielen Dank für den sehr lehrreichen Beitrag. Bitte erlaube mir eine kleine Korrektur zu Deinem Kärcher-Vorfilter.
    In dem Zusammenbau ist der Kärcherfilter falsch herum angeschlossen. Die Durchflussrichtung sollte von dem klaren zum schwarzen Ende gehen. Der interne Filter wird korrekt von außen und nicht von innen angeströmt.
    Man macht das generell, um den Filter vor dem einströmenden Strahl etwas zu schützen. Dadurch das die Strömung einmal umgelenkt wird, verteilt sich die Last etwas besser und der Filter wird gleichmäßig belastet.
    I.d.R. ist der Stützkorb des Filters genau für diese Anströmrichtung ausgelegt und kann bei falschem Anschluss abreißen.
    Viele Grüße
    Jürgen

  3. Danke für den wertvollen Beitrag zu den SILBERIONEN.
    Dieser Humbug mit Säckchen und Tabletten ist, wenn man weiß wie Silberionen, die ja nicht verstoffwechselt werden aber im Darm der natürlichen Flora zusetzen sofort zu beenden.
    Wasser ist in Wohnmobilen, die bis zu 40 Grad und mehr an Innentemperatur entwickeln und somit, schon für die kleinsten Vorkommen an Keimen (kein Trinkwasser ist „steril“) bereits einen guten Nährboden bieten ein Thema. Das Problem ist, dass sich die Bakterien zu einem „Rasen“ ausbilden der dann hartnäckig als sogenannter BIOFILM in den Kunststoffleitungen, Armaturen und Tanks, Zwischenbehältern (Ausgleichsgefäß etc.) sowie an Verbindern sitzt. Etwas Wärme und Feuchtigkeit uns so werden die „schlafenden“ Keimchen wieder zu neuem Leben erwachen oder Neue finden schmackhaft gefallen am Rasen der alten Leichen.
    Diesem Problem Herr zu werden, geht nur mit sehr aggressiven Mitteln wie Chlor. Da ist aber anzumerken, dass dieser die Weichmacher der Kunststoffe herauslöst und diese spröde werden. Leitungsbrüche und Wasserschäden sind zu befürchten. Alternativ können hier Silberionen zur SPÜLUNG einmalig eingesetzt werden.
    Wer immer meint im Wohmo Trinkwasser aus dem Tank zapfen zu wollen, dem ist ausschließlich ein ENDSTÄNDIGER BAKTERIENFILTER der anstelle des Perlsiebes ganz vorne am Auslauf mit angebracht, und regelmäßig gewechselt wird zu empfehlen.
    Viele Wohmofahrer haben Haustiere. Tiere saufen aus jeder Pfütze und haben ein fantastisches Immunsystem – die brauchen das alles NICHT und für sie sind Zusätze besonders gefährlich.
    ZUSAMMENGEFASST – Egal ob Bestrahlung, Zusatz oder sonstiges – bringt alles nix denn das Problem liegt in der Leitung und spätestens in den Kunststoffteilen der Armatur. Lasst Euch nichts aufschwätzen oder von 99% Keimabtötung irritieren.

  4. Leider bringt ein Umstieg auf Chlor-basierte Produkte nicht sehr viel Linderung. Eine schnelle Recherche im Internet zeigt, dass die üblichen Alternativen alle eine Kombination aus Chlor und Silberionen verwenden. Der Anteil von Silber liegt bei ca. 8 – 10mg auf 100mg des Produktes. Ein reines, auf Chlor basierendes Produkt ohne Silber habe ich nicht finden können. Das ist verständlich, da Chlor in dem Tank vermutlich flüchtig, nach einem gewissen Zeitraum schlicht verschwunden und damit wirkungslos ist.

    Eine Alternative habe ich finden können: Huwa-San CARAVAN verwendet Wasserstoffperoxid. Ein sehr wirksames, aus der Medizin bekanntes Desinfektionsmittel, welches sich in Wasser und reinen Sauerstoff abbaut und damit umweltverräglich ist. Aber auch dieses Produkt ist auf Dauer flüchtig. Huwa-San bietet daher Teststreifen an, mit denen sich die tatsächlich vorhandene Konzentration von Wasserstoffperoxid im Wasser feststellen lässt und so die Möglichkeit für eine gezielte Nachdosierung bietet.

    Offen bleibt noch, die von Andreas erwähnte Reaktion mit den Weichmachern im Kunststoff. Hier ist noch ein wenig Recherche zu betreiben.

    Trotzdem werde ich es mal testen und dann gerne davon berichten.

    Viele Grüße
    Jürgen

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