Gasprüfung, aber richtig

Die Gasprüfung ist für die HU nicht mehr notwendig. Auch wenn das Prüforganisationen immer wieder behaupten, ja sogar einfordern. Gerichte urteilen derzeit gegen die PI (Prüfingenieure), die vielleicht ihren eigenen Job nicht kennen oder sich vor den Karren der Gasverbände stellen.
Und beim Thema Tankgasflaschen dreht der eine oder andere dann völlig ab, bis hin zur Behauptung, dass der Camper seine Tankgasflasche nicht selbst betanken darf.
So wird Politik gegen den Kunden gemacht und versucht unliebsame Produkte aus dem Markt zu drücken.
Wer sich über die Hintergrunde informieren möchte, dem sei (die zugegeben nicht einfach zu lesende) Internetseite des GAGT empfohlen, der die Gesetzeslage, sowie die Normen und Prüfrichtlinien im Detail kennt und schon vielfach aufgezeigt hat, das die gängige Praxis nicht mit diesem im Einklang stehen.

Nun hat mein Bloggerkollege und Besitzer einer großen, wenn nicht der besten, Werkstatt in Deutschland aus dem Nähkästchen einer Gasprüfungsschulung für Prüfer geplaudert und dort auch das Thema Tankgasflasche angesprochen. Götz Tönshoff kommentiert das und absolut folgerichtig, dass er in seinem Betrieb daher keine Tankgasflaschen verbaut. 
Götz, dass kann ich nachvollziehen!
Denn die Lobby der Verbände verbreitet nach wie vor nicht haltbare Aussagen, die zur Verunsicherung führen.  
Trotzdem geht mir der Hut hoch, wenn behauptet wird, dass man als normaler Camper seine Tankgasflasche nicht selbst an der Tankstelle befüllen darf.
Daher habe ich folgenden Kommentar dazu geschrieben, der mir auch ein wohlwollendes Lob von Herrn Ziegler vom Verband GAGT e.V. eingebracht hat

Der Film von WCS Goch:

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Kommentar von Jürgen Rode:

Hi Götz,
zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese Gasverbände ihre Regeln einfach selbst erstellen und dann die Einhaltung fordern. Gesetzlich ist das überhaupt nicht unterlegt.

Und daher ist auch die Aussage zu den Gastankflaschen und ihrer Betankung in dieser Form nicht richtig und offenbar will man (wieder einmal) den Verbraucher dazu bringen, sich keine einbauen zu lassen.

 

Deswegen ist es gut, dass es die Leute vom GAGT Verband gibt, die derzeit in diesem Wust an Regeln aufräumen (gerichtlich) lassen. Und dementsprechend ist die Gasprüfung auch nicht mehr gefordert und für die HU relevant. (Auch da fallen gerade etliche HU Prüfer gerichtlich durch, die das bislang anders gesehen haben).

Auch die Versicherungswirtschaft (ich habe dort selbst angefragt) besteht entgegen den Verbandsaussagen eben nicht auf das gelbe Prüfheft – das übrigens eben nur ein Verbandsheft ist und rechtlich (!) keine Bewandtnis hat. Man bekommt es ja auch nicht etwa zur Zulassung des Wohnmobils oder Wohnwagens, sondern erst bei der ersten HU im dritten Jahr. Was ist eigentlich in der Zwischenzeit und was passiert mit den Unterlagen, die man vom Werk bekommt (man hat ja in dieser Zeit gar kein gelbes Gasbuch – damit wäre man ja quasi rechtlich im nirgendwo, wenn die Gasverbände Recht hätten)

Natürlich geht es in erster Linie ums Geld. Die Prüfungen bringen Einnahmen, in der Werkstatt ist das ein Dauerauftrag beim Kunden – alle zwei Jahre, Millionen von Campingfahrzeugen – da kommt einiges zusammen. Und die Verbände verdienen an tausenden von Werkstattmitarbeitern durch ihre Schulungen sicherlich ebenfalls ein stolzes Sümmchen.

Bleibt die Frage, warum es das im Ausland alles nicht gibt oder wichtiger, warum es europäisch nicht geregelt wird.

Ich denke mal, es geht um Lobby und Pfründe. Also am Ende wieder um das liebe Geld.

Auch die deutsche Gasflasche, grau oder rot, wird im Ausland sehr kritisch gesehen. Jährlich gibt es Unfälle sogar mit Toten, die unseren Schraubanschlüssen zugerechnet werden.

Warum gibt es bei uns keine modernen Anschlüsse?

Richtig, weil die Industrie dann Millionen Flaschen auf eigene Rechnung umrüsten müsste.

 

Und die Tankgasflaschen? Ach, richtig: Druckgasbehälter.

Die sind den Gasflaschenfüllbetrieben natürlich ein Dorn im Auge.

Hier geht es nicht um Sicherheit. Hier wird eine gigantische Industrie am Laufen gehalten. Täglich werden Millionen Flaschen über die Straße zu den Baumärkten gefahren. Was wäre nur, wenn die alle einfach an die nächste Tankstelle zu füllen fahren würden?

 

Auch die Frage nach dem Befähigten, der die Flaschen füllen darf, ist falsch gestellt:

 

Alugas Travelmate Tankgasflasche

Es gibt in Europa eine ganze Reihe von sogenannten Tankgasflaschen. Also Flaschen mit einem 80% Füllstopp, die bei der Füllung verhindern, dass zu viel Gas in die Flasche kommt und eine Explosion droht.
Die bekannteste ist die Alugas Travelmate.
Aber auch unsere Nachbarn in den Niederlanden haben solche Flaschen. Besonders beliebt ist die, die auch bei Obelink verkauft wird. Doch aufgepasst:
Zugelassen für Deutschland ist nur die Alugas Travelmate.
Und auch die dürfen nur von autorisierten Händlern eingebaut werden.
Zum Beispiel bei der Autarker oder der Gasfachfrau findet ihr entsprechende Angebote.

Der Vorteil einer Tankgasflasche liegt auf der Hand. Egal in welchem Land. An einer LPG Tankstelle lässt sich die Tankgasflasche problemlos und kostengünstig einbauen.
Dafür sind die Flaschen teuer: Wir haben für zwei Flaschen inkl. Einbau in 2020 rund 1600 bezahlt

Nur "Befähigte" dürfen Tankgasflaschen füllen

Befähigt bist du nämlich schon, wenn du eingewiesen wurdest.

 

Also, der Betrieb, der eine Tankgasflasche einbauen darf (Ja, das darf man wirklich nicht selbst machen) weist dich am Ende ein.
Damit bist du befähigt, das wird dokumentiert.
Also darf ich nun sehr wohl meine Tankgasflasche auch füllen. Und das ist rechtlich einwandfrei.
Aber auch hier diskreditiert sich deine Prüforganisation wieder selbst, wenn sie die Mär vom „Strafbar beim Befüllen“ in die Welt setzt.

 

Wo bitte ist denn eigentlich der Unterschied, ob ich mein Gasauto an der Tanke befülle oder meine Tankgasflasche?

Ach und noch eins:

Die Gasverbände verweisen in ihren Unterlagen sehr häufig auf Verbote und Regeln, die gar nicht die Gasflaschen / Druckgasbehälter in unseren Campingfahrzeugen betreffen.

Diese sind für die gasbetriebenen Motoren bestimmt.

Dort fließt das flüssige Gas bis zum Motor.

Beim Camper, beim Grill usw. kommt das Gas aber gasförmig durch die Leitung.

Hier geht es also um eine völlig andere Technik und die meistgenannten Gesetze und Auflagen gelten dementsprechend nicht – nur weiß das meist weder der Prüfingenieur, die Werkstatt, noch der Kunde.

Und ein Schelm, der Böses dabei denkt: Vielleicht weiß der Gasverband das.

 

So ließe sich auch erklären, warum manche selbstaufgestellten Regel nun Stück für Stück vom Gesetzgeber außer Kraft gesetzt wird.
Regeln, die man selbst erfunden hat.
Regeln, die für eine andere Technik richtig, aber hier gar nicht anwendbar sind.

Und das Beste ist der Hinweis auf die deutsche Industrienorm:
Diese hat man u.U. selbst festgelegt und diese hat keinerlei Gesetzescharakter, außer der Gesetzgeber verweist in einem Gesetz darauf.

Nur ist das nie geschehen! Schon erstaunlich, was hier für ein Possenspiel gespielt wird – und dem ahnungslosen Camper als rechtswirksam und BINDEND verkauft wird.

 

Hier wird versucht, im großen Stil die Verbraucher in eine Richtung zu lenken, da wird die Angst geschürt und viel Geld verdient.

Soweit mir bekannt ist, stehen nun einige Gerichtsurteile zu dem Gesamtkomplex an, aber die Gasflaschenlobby lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen und fordert die Gasprüfung, wie eh und je, obwohl sie rechtlich keine Relevanz mehr hat. Vor ein paar Jahren wurde sogar groß verkündet: Ab April ist die Gasprüfung wieder gesetzlich verbindlich. Nichts ist danach geschehen.

 

 

Gut zu wissen:

Anfrage an den Verband GAGT (German Association for Gas Technology e.V):

 

In welchem Land gibt es eine Gasprüfungspflicht?

Antwort GAGT:

In keinem einzigen Land in der EU.

Und ja:

Ich bin dafür dass die Gasanlagen zu unserer aller Sicherheit geprüft werden.

Aber dann doch bitte mit Geräten, wie z.B. in Österreich, die geeicht sind und bei denen man am Ende ein Prüfprotokoll bekommt. Und nicht mit einer Luftpumpe und einer Methode, die nachweislich nicht verifizierbar ist. Jede Gasprüfung ist eine Momentaufnahme.

Ein Schlagloch später sieht die Welt schon wieder anders aus. Wer seine Gasflaschen selbst in den Gaskasten einstellt und anschließt, hat schon in das geprüfte System eingegriffen.

Also, wenn schon Prüfung, dann bitte mit modernen Systemen und Sachverstand. Dafür bin ich auch gerne bereit zu bezahlen.

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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24 Antworten

  1. Hallo Jürgen

    das Video von Götz habe ich ebenfalls gesehen. Herzlichen Dank fürn Deinen Kommentar der exakt mit meiner Einschätzung übereinstimmt!
    Im letzen Herbst habe ich mir 2 Gastankflaschen einbauen lassen und mich vorher versucht zu informieren. Wen man fragt und wo man hinschaut: Überall andere Aussagen.
    Ein großer renommierter Betrieb (Carsten Stäbler) in der Nähe hat mir dann Stahlflaschen eingebaut,ein neues gelbes Prüfheft ausgefüllt, den Einbau vom TÜV abnehmen lassen. Ich musste das dann noch in die Zulassungspapiere eintragen lassen. Ob dieser Weg richtig war kann ich immer noch nicht sagen.
    Die Gasflaschen machen jedenfalls richtig Freude. Kein Stress mehr mit den deutschen Flaschen im Ausland. Und selbst in Deutschland ist Gas in 2-3 Minuten ohne Plackerei und Stress nachgefüllt.

    Da ich eine TÜV Abnahme habe, hoffe ich bei HUs keine Probleme zu bekommen. Eine Gasprüfung lasse ich nur dort machen, wo man mir vorher zusagt die Gastankflaschen zu akzeptieren. Das sollte zumindest bei dem Betrieb der sie eingebaut hat kein Problem sein.

    Es wäre perfekt, wenn Du an dem Thema dran bleibst. Irgendwo muss es mal eine neutrale, kritische Informationsquelle zum Thema geben.

    Grüße Martin

  2. !!!!!
    In Italien ist es gesetzlich verboten, Flüssiggas an Campingfahrzeuge mit fest eingebauten Gasflaschen abzugeben …. eigentlich

    1. Und auf Island gibt es keine Gastankstellen. Hier bleibt einem nur, eine 11kg-Flasche zu leihen und vor dem Verlassen der Insel wieder abzugeben. Hoffentlich ist bis dahin der Gasvorrat aufgebraucht. Der kostet da nämlich 6€/kg!

  3. Hallo Jürgen,

    Geld regiert die Welt, das ist leider so auch in der Caravaning Branche. Aber Deinen Kommentar beim Götz siehst nur Du mit Deinem Account. Die schalten nur Hurra Kommentare Ihrer Extrem-Fans frei, alle anderen werden ausgeblendet. Kannst ja mal ausprobieren. Ich kann Deinen leider nicht sehen! 😉

    Kann man auch dadurch testen, indem man mal unter einem x-beliebigen Youtube Video von WCS nach negativen oder nicht positiven Kommentaren sucht! 😉

    1. Tja, der Gedanke von Hannes war auch mein erster….

      Denn auch ich sehe den wirklich guten Kommentar von Jürgen nicht unter dem Youtube Video vom Götz….

      Unliebsame wirklich schlüssige Gegenargumentationen einfach zu löschen ist alleine deshalb dumm, weil es auch im Sinne der Händler sein müsste sich endlich auf eine sachliche (von dem Verband nicht mehr beeinflusste) und damit wirklich rechtsichere Ebene zu begeben.

      Eine sachliche Diskussion geht irgendwie anders 🙄😣

      Die Vermutung (!) , dass beim Götz jeder kritische Kommentar gelöscht wird, hatte auch ich schon länger.

      Schade, denn das hätte er meines Erachtens gar nicht nötig… 🤔

      1. Doch hat er nötig, da viel bla bla bla! Keiner kann irgend etwas richtig installieren, außer ER natürlich. Halt, habe ich vergessen. Und natürlich die Werkstätten, die seine einzig wahren Produkte verkaufen.

        LG Oliver

  4. Eine Frage hätte ich hierzu:

    Sind die Travelmate Alu-Gastankflaschen „EN1949 European Standard compliant“?

    Diese Norm wird immer wieder in Zusammenhang mit Frankreich genannt.

  5. sehr guter und informativer Bericht, es scheint daß wir hier in Österreich ausnahmsweise etwas besser aufgestellt sind – vielleicht weil Camper hier noch immer als Tourismusschädlinge gesehen werder

  6. Bei der gesamten Problematik wäre der Gesetzgeber gefordert Das Problem dabei ist, dass der keine Ahnung hat und sich auf die Aussage der jeweiligen Fachverbände verlässt
    Diese haben aber nur eines im Kopf. Gewinnmaximierung Was dabei herauskommt sieht man am Dieselsskandal. Da haben die Verbände auch die Vorlagen gemacht und das KBA hat unbesehen übernommen
    Wenn das so weiter geht muß jeder eine Wärmepumpe ins Wohnmobil einbauen
    Deutschland ist ein Irrenhaus

  7. Hallo Jürgen, Mal wieder ein sehr interessanter Beitrag. Allerdings hinterlässt er bei mir einige Fragen:
    Sollte ich jetzt weiterhin eine Gasprüfung machen lassen?
    Wie erfahre ich, ob diese korrekt durchgeführt wird?
    Wenn nur ein möglicher Druckverlust in den Leitungen kontrolliert wird, kann ich das doch auch selbst, mit einem Kompressor machen, oder?
    Wieso dürfen in D nur Festtankflaschen von Travelmate installiert werden und warum muss der Einbau abgenommen werden, wenn das in D nicht geregelt ist? Oder habe ich da was überlesen?

    1. Hallo Udo viele Fragen auf die ich jetzt keine Antwort habe Punkt es gibt auch noch andere Tankgasflaschen und Festtanks, die eingebaut werden dürfen oder die entsprechenden europäischen Standards erfüllen. Ich kann dir nur empfehlen dich an die wenigen Fachwerkstätten zu wenden, wie autarker gasfachfrau oder ähnlich.
      Bei Alugas weiß ich aber aus zuverlässiger Quelle dass sie alle Normen und zwar europaweit erfüllen

  8. Ganz Toll, nun bin ich nur noch am schleudern. Was muß ich denn bei Änderungen oder Erweiterungen an der Gasanlage vom TÜV bzw. Gutachter abnehmen lassen? Was muß ich dann von der Zulassungsstelle eingetragen lassen was nicht? Was prüft denn nun der TÜV oder besser, was darf oder muß der denn in Bezug auf Gas bei der Hauptuntersuchung (alle 2 Jahre, ggf. jedes Jahr) überhaupt noch prüfen oder kontrollieren? Wird man in „diesem unseren Land“ nur noch verarscht, was ist hier los. Leben wir hier in einem Irrenhaus? Merkt denn hier niemand daß es immer schlechter wird, kaum jemand blickt hier noch durch.

    1. Meines Erachtens Bedarf ist da eines Machtwortes der Gerichte oder das Gesetzgebers.
      Oder man hält sich einfach an das geltende Recht und das sieht eine Gasprüfung nicht vor. Für die HU schon gar nicht. Und alles andere sind offenbar selbstgemachte Verordnungen von Prüforganisationen die nicht recht verbindlich sind. So stellt sich mir die Situation derzeit da.
      Ungeachtet dessen bin ich dafür, seine Gasanlage von jemanden der etwas davon versteht prüfen zu lassen. Allein zur eigenen Sicherheit. Das könnte dann auch ein Gas und Wasserinstallateur sein-die sollten sich damit doch perfekt auskennen

  9. Alles schön und gut…!
    Ich habe bei drei Versicherungen nachgefragt…
    egal welche Gas Systeme verbaut sind… sind diese nicht geprüft, gibt es oder entfällt der Versicherungsschutz!

    1. Hast du bei einem Versicherungsvertreter nachgefragt oder beim Dachverband der Versicherungswirtschaft?
      Denn Urteile dazu gibt es nicht, denn auch die Versicherungswirtschaft lässt sich nicht auf das Problem ein.
      Natürlich versucht eine Versicherung immer den Schaden abzuwenden- also von ihren Aktionären- aber ein langer Prozess ohne klaren Ausgang, hat bislang jeder gescheut

  10. Hallo Jürgen,
    sehr informativer Bericht. Eine Frage habe ich aber doch: Was ist dran an der Forderung, dass die Tankgasflaschen über die Halterung fest mit dem Rahmen das Fahrzeugs verbunden sein muss? Das stelle ich mir sehr aufwendig vor, bis hin zu nicht machbar.
    Beste Grüße Jürgen – auch ich habe diesen Vornamen

    1. Auch das kommt meines Wissens aus der Gasmotorenverordnung. Hat also überhaupt nichts mit unseren Gasflaschen zu tun, wird aber gerne herangezogen und sieht mit irgendwelchen Aktennummern hochprofessionell aus. Wer da nicht tief im Thema steckt, lässt sich dann leicht beeindrucken.

  11. Mich würde doch auch interessieren, was ist denn mit einem verbauten Gastank !
    Muss da alle zwei Jahre eine Prüfung der Anlage gemacht werden ?
    Der Gastank selber wird ja alle 10 Jahre geprüft !

  12. Hallo,
    mir wurde bei einer Polizeikontrolle in Frankreich gesagt, dass während der Fahrt die Gasflaschen geschlossen sein müssen, und die Roten Kappen drauf müssten.
    Bis 500 € Strafe drohen sonst.
    Hatte Glück da meine auf der Rückreise aus Spanien leer waren und ich diese zufällig so verpackt hatte!
    In welchen Ländern ist denn so etwas ähnliches zu erwarten?
    Gruß Manfred

    1. Kann mir bitte jemand auf meine Frage antworten?
      Ich halte es für sehr wichtig, wie man mit Gasflaschen in den EU-Ländern um gehen muss!
      Vielen Dank!

  13. Es stimmt nicht, dass ich eine Tankgasflasche nicht selbst in mein Wohnmobil einbaue darf. Jeder darf eine normal Gasflasche in sein Wohnmobil stellen und mit einem Gurt befestigen. Es gibt da keinen Unterschied zum Einbau einer Tankgasflasche. Die Halterung der Tankgasflasche ist festverschraubt und ein Metallband hält die Flasche mit einer Schraube statt einer Lasche fest.
    Die Tankgasflasche darf natürlich nur im Gaskasten verbaut werden, weil der eine Bodenbelüftung nach außen hat. Den Befüllschlauch darf ich auch selber verlegen, weil er an der Tankgasflasche nur angeschraubt wird, so wie bei einer Campinggasflasche. Den Befüllstutzen darf ich auch nach außen legen, weil er kein Ventil enthält. Das Ventil befindet sich an der Tankgasflasche. Natürlich darf ich die Gasschläuche, egal ob zur Befüllung oder zur Entnahme, nicht selber konfektionieren. Die gekauften Schläuche sind aber zertifiziert und dürfen von mir verbaut werden. Im eigenen Interesse sollte nach der Montage eine Dichtigkeitsprüfung durchgeführt werden, die jeder Laie mit einem Gasdruckmanometer an der Gasflasche (egal ob Campinggas- oder Tankgasflasche) durchführen kann. Man füllt die Leitungen mit Gas, dreht die Gasflasche(n) zu und beobachtet den Druck am Manometer. Fällt der Druck innerhalb von 10 min. ab ist eine der Leitung undicht. Steht der Druck sind die Leitungen dicht.
    Beim Befüllen der Tankgasflasche beaufschlagt man den Befüllschlauch mit Druck (das Entnahmeventil der Tankgasflasche muss beim Befüllen immer geschlossen sein!). Sollte die Verschraubung an der Tankgasflasche undicht sein (was bei mir noch nie vorgekommen ist!) dann kann man das durch eine Sichtprüfung beim ersten Befüllvorgang sehr leicht erkennen, weil die Luftfeuchtigkeit an der Verschraubung vereist. Passiert das nicht, ist die Verschraubung dicht.
    Ich habe bisher nach dem Einbau einer Tankgasflasche immer eine Gasprüfung von einem Fachmann machen lassen. Aber nur damit ich einen Nachweis für die Versicherung habe falls doch irgendwann einmal etwas passieren sollte.
    Meiner Meinung nach sollte jedes Wohnmobil und jeder Wohnwagen an seiner Gasanlage ein leicht einsehbares Manometer montiert haben, damit jeder Zeit, also auch beim Wechsel einer Campinggasflasche eine kurze Dichtigkeitsprüfung im eigenem Interesse durchgeführt werden kann. So machen wir das wenigstens. Diese Methode habe ich mir von den Engländern abgeschaut, bei denen die Gasprüfung schon immer die Sache des Betreibers ist.

  14. Lieber Jürgen,
    Ich möchte mich jetzt auch mal zu Wort melden.
    Zuerst mal großes Lob für Deine Beiträge (ob im Blog, auf YouTube oder wo auch immer). Hier handelt es sich aus meiner Sicht nicht um Weitergabe von Halbwissen, sondern um sorgfältig recherchierte Inhalte! Also dickes Danke dafür!

    Zum Thema Gasprüfung.
    Ich durfte das Unwissen (oder vielleicht doch bewusste Verbreitung von Unwahrheiten) des DEKRA Prüfers selbst miterleben. Mir wurde an unserem 2 Jahre alten Sprinter im Rahmen der bei Mercedes erfolgten Inspektion und auch fälligen HA durch den DEKRA Prüfer die HU schlichtweg nicht erteilt, wenn nicht die Gasprüfung vom Prüfer mit gemacht werden würde, natürlich gegen entsprechendes zusätzliches Honorar! Hierzu sei noch zu bemerken, dass die Gasprüfung noch für diesen Monat gültig, also noch nicht abgelaufen war!
    Hinweis: Wir haben eine Campinggaz Flasche R 907 nur fürs Kochen!
    Da ich jedoch für den gleichen Monat die Gasprüfung (zu meiner und unser aller Sicherheit) bei meinem Händler hätte machen lassen, habe ich mich hier nicht weiter gestritten und dem Prüfer die Gasprüfung mit machen lassen. Ich hätte sonst nach der bei meinem Händler gemachten Gasprüfung nochmal zur HU antreten müssen!
    Grenzt an Nötigung!

    Dann viele Grüße in die Runde, bleibt Alle schön gesund und eine schöne Campingsaison!

    Jürgen bitte unbedingt weiter so! Wir brauchen Deine Recherchen!

    VG aus dem ERZgebirge
    Mario

  15. Die Qualität dieses Berichtes erkennt man schon, wenn der „Experte“ für DIN die Bezeichnung Deutsche Industrie Norm Verwendet!
    Bei der HU ist bei bestimmten Wohnmobilen die Gas-Heizungsanlage und damit auch ein Teil der Gasversorgungsanlage zu prüfen-unabhängig von der Gasprüfung.
    Gruß Martin

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