So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 2

In Teil 1 haben wir uns grundsätzlich Gedanken zu unserer Art von Urlaub gemacht. Klar geworden ist: Es soll wieder mobiles Reisen werden.
Nur wie?
Die Frage nach dem dicken Geldbeutel stellen wir erst einmal ganz nach hinten. Noch wollen wir uns selbst erst einmal darüber klar werden, was sinnvoll ist und was wir uns vorstellen oder wünschen.

Einige wichtige Fragen die vorab beantwortet werden lauten daher :

Wie oft und wie lang nutzen wir ein Wohnmobil im Jahr.
Wo liegen die Schwerpunkte a) zeitlich b) räumlich.
Wie viele Kilometer fahren wir mit dem Wohnmobil pro Jahr?
Soll das Wohnmobil auch anderweitig genutzt werden?

Und daran schließt sich die Frage an:
Wie groß oder klein soll das Wohnmobil sein?
Wie hoch darf das Wohnmobil sein?
Wo steht es, wenn man nicht unterwegs ist?

Hier geht es zu den einzelnen Teilen:

So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 1
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 2
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 3
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 4
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 5
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 6
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 7
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 8
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 9

Einen Vorteil haben wir: Durch unsere eigenen Erfahrungen müssen wir nicht schätzen, sondern können auf echte Ergebnisse zurückgreifen.

Wir sind beide berufstätig und daher eher auf Wochenenden, auch verlängert und Wochenurlaube und einen großen Urlaub beschränkt.

Wie oft und wie lang nutzen wir ein Wohnmobil im Jahr.

Daher schauen wir einfach einmal in unseren Kalender der Jahre 2012-2016:

Da waren:
1x großer Urlaub (3 1/2 Wochen )
2x kleiner Urlaub (10 Tage)

3x verlängerte Wochenende
3x Wochenende
dazu noch:
3x spontan Freitags los, über Nacht irgendwo in der Umgebung
2-4x Feiern (Hochzeit, Jahrgangsfeier, Party)
5x Tagesausflüge wegen Fußball, Naturpark o.ä.

Damit ist klar, dass wir mit einem Mietmobil nicht glücklich werden können. Denn dies sollte man sich schon aus Kostengründen immer wieder einmal fragen. Liebhaberei kann ansonsten teuer werden.

Wo liegen die Schwerpunkte a) zeitlich b) räumlich.

In den letzten vier Jahren starteten wir im zeitigen Frühjahr mit den Kurzurlauben und endeten im späten Herbst. Der Schwerpunkt war der Sommerurlaub mit 3-4 Wochen. Dazu kam meist eine Woche im Winter oder an Fastnacht und einige Weihnachtsmarkttage im Dezember. Und da müssen wir ehrlich sein: Oft hatten wir nicht das erhoffte Traumwetter im Frühjahr und Herbst: Kaum einmal hatten wir Tisch und Stuhl aus dem Staufach geholt. Dementsprechend oft und lang haben wir die Tage im Wohnmobil verbracht. Und da war es gut, genug Platz zu haben, um nicht einem Lagerkoller zu erliegen.

Im Sommerurlaub haben wir regelmäßig große Strecken gefahren. Zwischen 3.000 – 8.000 Kilometer. Bei den Wochenurlauben waren es auch schon 1.000 -1.500 km. Die verlängerten Wochenenden kamen dann doch auch auf 500 – 700 km. Tagestouren waren meist 100 -150 Kilometer.

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Wie viele Kilometer fahren wir mit dem Wohnmobil pro Jahr?

Das hat uns dann doch verwundert: Im Schnitt sind wir die letzten Jahre zwischen 10.000 – 12.000 Kilometer pro Jahr gefahren.
Gefühlt kam uns das viel weiter vor.

Soll das Wohnmobil auch anderweitig genutzt werden?

Ganz schwierig zu beantwortende Frage:
Wir sind beide berufstätig und fahren jeweils mit dem PKW zur Arbeit, da es nicht möglich ist, in annehmbarer Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Arbeitsstätte zu erreichen.
Dazu kommt die Parkplatzsituation. Auch das kleinste Wohnmobil oder Kastenwagen würde bei 80km pro Tag einfach zu schnell an Wert verlieren und zuviel verbrauchen und oft nicht zu parken sein.
Wenn wir einen PKW durch ein Wohnmobil ersetzen könnten, müsste man mit diesem auch zum Einkaufen fahren. Auch das wäre bei uns nur schwierig machbar. Insofern wird das Wohnmobil derzeit und wohl auch in Zukunft nur zum Reisen benutzt. Purer Luxus!

Weiter geht es im dritten Teil, wenn wir uns den Detailfragen widmen. Sind sie auch auf der Suche? Dann beantworten sie die Fragen doch auch einmal für sich selbst. Ganz ehrlich und ohne vorgefasste Meinung: Streichen sie ihr Traummobil einfach mal aus ihrem Gedächtnis, das erleichtert die unvoreingenommen Beantwortung der Fragen.
Es war auch für uns erstaunlich, welche Ergebnisse dabei herauskamen – noch dazu, wie unterschiedlich meine Frau oder ich die Fragen beantworteten.

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