Nicht Überladen und trotzdem Überladen – wie kann das sein? Komplettpaket: Einbau, Kosten & TÜV

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Ihr glaubt, ihr seid nicht überladen? Dann geht es euch vielleicht wie uns im letzten Urlaub. Und das kann teuer werden – auch wenn ihr längst aufgelastet habt. 98% der Camper denken, sie sind nicht überladen, viele haben sogar aufgelastet und sind unter ihrem zulässigen Gesamtgewicht. Beim Wiegen kommt dann nicht selten das große Erwachen. Überladen, obwohl aufgelastet – wie kann das sein?

Das eigentliche Problem: 98 % fahren überladen los

Wir behaupten: 98 % aller Wohnmobile starten überladen in den Urlaub. Das betrifft die klassische 3,5-Tonnen-Klasse genauso wie Fahrzeuge, die längst aufgelastet sind – meist auf 3.850 kg oder 4.150 kg, die in der Vergangenheit üblichen Stufen.
Der Denkfehler dabei: Alle schauen nur aufs Gesamtgewicht – dabei ist das keineswegs nebensächlich, reicht aber allein nicht aus. Denn noch entscheidender ist etwas, das viele komplett übersehen.

⚠️ Gut zu wissen – Technik
Nicht das Gesamtgewicht ist bei der Verkehrskontrolle das Problem, sondern die Achslast. Vorder- und Hinterachse haben jeweils eigene zulässige Grenzwerte. Selbst wenn das Gesamtgewicht passt, kann eine einzelne Achse bereits zu schwer sein – und genau das wird auf der Waage an der Autobahn gnadenlos aufgedeckt.

Der Schock auf der Waage

 

Bei uns war es die Hinterachse: 2.100 kg, erlaubt waren 2.000 kg. Umladen nach vorne brachte nichts. Und ehrlich gesagt wäre es sogar noch enger geworden – wir waren zu diesem Zeitpunkt mit leeren Tanks unterwegs. Mit vollem Frischwasser- und Dieseltank hätten nochmal 100 bis 150 kg draufgeschlagen.

⚠️ Warnung
Wiegt euer Fahrzeug nie mit leeren Tanks und zieht daraus den Schluss, ihr hättet noch Reserve. Frischwasser, Diesel, Gasflaschen, Fahrradträger, Kajak – das alles kommt on top und genau diese Differenz übersehen die meisten. Und den Beifahrer nicht vergessen!

Die Lösung: noch einmal auflasten – diesmal richtig

Wir haben bei Goldschmitt techmobil angefragt und einen konkreten Vorschlag bekommen, was sich ändern muss:

BauteilFunktion
Zusatzluftfederung Hinterachsehatten wir bereits
RouteComfort-Federbeine Vorderachseneu
Aluminiumfelgen GSM12, Black Matt, 6,5 × 16 Zollneu
Reifen Conti VanContact 4Season, 225/75 R16C, 121/120Rneu

Damit ist jetzt eine Auflastung auf 4.250 kg möglich – mit 2.400 kg auf der Hinterachse und 2.000 kg auf der Vorderachse als neuen Grenzwerten.

Warum Goldschmitt und nicht die Werkstatt um die Ecke

Das hat für uns mit Vertrauen zu tun. Goldschmitt hat vor Ort ein ganzes Arsenal an Stoßdämpfern und Schraubenfedern, und welche Kombination am Ende verbaut wird, hängt vom konkreten Fahrzeug ab: langer Radstand, langer Überhang, Alkoven oder Leichtchassis – die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Bei uns hat Marcel erkannt, dass unser Alkoven nicht übermäßig groß ist, und entsprechend andere Federn, aber festere Dämpfer gewählt.

Reifen und Felgen hatten wir vorher selbst festgelegt. Und bevor jemand denkt, das sei uns gesponsert worden: Wir haben ganz normal unsere Rechnung bekommen und bezahlt.

⚠️ Tipp
Klärt vor dem Termin, welche Variante des Auflastungspakets zu eurem Fahrzeug passt – es gibt zum Beispiel Unterschiede bei der Zusatzluftfederung mit RHC-Steuerung und/oder GFK-Blattfederung. Das entscheidet über Komfort und Preis.

Was hinter den Kulissen passiert

Hinten werden zwei Luftbälge mit passenden Halterungen verbaut, die Stöße dämpfen, sich variabel einstellen lassen und sogar beim Nivellieren auf dem Stellplatz helfen. Ein kleiner Kompressor wird versteckt verbaut, die Steuerung wandert ins Armaturenbrett.

Vorne werden die alten Federbeine ausgebaut, ebenso Felgen und Reifen. Welche neuen Federn und Dämpfer verbaut werden, hängt stark von Länge und Höhe des Fahrzeugs ab – Kastenwagen, Teilintegrierter, Vollintegrierter oder Alkoven brauchen jeweils andere Lösungen.

Am Ende begutachtet der TÜV alles vor Ort, und ihr bekommt die Unterlagen zur Eintragung bei eurer Zulassungsstelle mit.

Was kostet der Spaß

PositionKosten
CamperPLUS Smart Paket (Komfortfederbeine + Zusatzluftfederung, inkl. Montage)2.899 €
Felgen GSM12 (zzgl. Montage)1.036 €
Reifen900 €
Nebenkosten Auflastung (TÜV etc.)249 €

 

Reifen und Felgen sind natürlich Geschmackssache – unsere Zahlen dienen nur als Hausnummer zur Orientierung.

Die neuen Goldschmittfelgen gefallen Nadja ausgesprochen gut!

Führerschein-Frage: früher, heute, morgen

Die meisten von uns „Alten“ dürfen ohnehin Wohnmobile über 3,5 t fahren. Jüngere Fahrer brauchen dafür einen entsprechend erweiterten Führerschein. Wie unterschiedlich das je nach Ausstellungsdatum aussieht, zeigt die Übersicht:

Wann erworbenFührerscheinklasseWas damit erlaubt ist
Vor dem 1.1.1999Alte Klasse 3 (grauer/rosa Führerschein)Fahrzeuge bis 7,5 t, plus Anhänger bis 12 t Gesamtzuggewicht (bzw. bis 18,5 t bis zum 50. Geburtstag) – gilt als Bestandsschutz auch nach Umschreibung auf den EU-Kartenführerschein
Seit 1.1.1999Klasse BNur noch bis 3,5 t – für unser Sternchen mit 4.250 kg reicht das nicht mehr
Seit 1.1.1999, zusätzlich erworbenKlasse C1Bis 7,5 t – notwendig für alle, die nach 1999 den Führerschein gemacht haben und über 3,5 t fahren wollen. Seit 2017 alle 5 Jahre mit ärztlicher Bescheinigung und Sehtest zu verlängern
Zukünftig (EU-Führerscheinreform, verabschiedet 29.9.2025)Klasse B (erweitert)Soll künftig auch Wohnmobile bis 4.250 kg abdecken – Mitgliedstaaten dürfen aber eine Zusatzschulung oder Theorie-Einweisung für alles über 3.500 kg verlangen. Wann das in deutsches Recht umgesetzt wird, steht noch nicht fest

 

⚠️ Warnung
Vorsicht bei Billiganbietern im Netz: Es gibt Zusatzluftfederungen, die zwar nach Eintragung für eine Auflastung sorgen, aber im Fahrbetrieb praktisch nichts tun. Testet es selbst: Luftfederung – Luftdruck einmal sehr hoch und einmal sehr niedrig einstellen.
Ändert sich am Fahrgefühl nichts – dann funktioniert die Federung nicht wie erwartet.
Das ist uns bei einer Billig-Federung im Bekanntenkreis genau so aufgefallen und wird noch ein eigenes Thema.
Ralph war mit seinem Fahrzeug auf der Bühne und der Werkstattprofi hat uns gezeigt, auf was es eigentlich ankommt und warum es bei Ralph einfach gar nicht funktionieren kann. Eigentlich ein Skandal. Denn so billig, dass es nur für die Auflastung reicht, was seine Federung dann auch nicht. Verbesserung des Fahrgefühls sollte schon erreicht werden.

Das Ergebnis

Mit unserem Goldschmittpaket sind wir sehr zufrieden!
Ruhigeres Fahren, weniger Wackeln, weniger Nicken, spürbar leiser – „wie auf Schienen“ trifft es fast am besten. Und vor allem: das gute Gefühl, nicht mehr aus Versehen überladen unterwegs zu sein. Das hat am Ende auch mit Sicherheit im Straßenverkehr zu tun, und allein deswegen ist es uns das wert.

 

Die 4.250 kg lassen wir jetzt in den Fahrzeugschein eintragen – dann sind wir startklar.

Im nächsten Artikel: Was ihr nach einer Auflastung beachten müsst (Maut im Ausland, Geschwindigkeitsbegrenzungen) – und der Skandal um Zusatzluftfederungen, die nicht tun, was sie sollen.

Bild von Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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20 Kommentare

  1. Danke Jügen, zwar habe ich persönlich (gottseidank) weniger Probleme mit Überladung, trotz einiger Zusätze, aber es kann bei mangelndem Verständnis recht schnell kritisch werden…
    Ja die Gesamtmasse ist zwar wichtig, aber der kritische Wert der Achslast sollte nicht überschritten werden…
    Hinzu kommt, dass ständig daran getüftelt wird, die 3,5to irgendwie einzuhalten, jedoch schon der Hund/der/die Partnerin sind eine Belastung… ergo alleine fahren…??? nein hier sollte grundsätzlich der Hersteller haften…!!!
    Warum in aller Wrlt werden Kisten gefertigt, die allein schon durch die schiere Größe verraten, wie verdammt eng es beim wiegen wird…???!!
    Und ehrlich, sicher fährt man auf einen festen Stellplatz, wozu den gesamten zweiten Hausrat mitschleppen…???
    Warum sind immer noch Werte von 75 Kg (Person) gültig…??? in unserer Wohlstandswelt jst der durchschnittliche Wert eher bei 95kg aktuell…!!! andererseits werden genug Reisemobilisten ( kürzlich in einer Diskussion erlebt) eher darauf pochen, dass ein motorisches Gefährt (RV) eine Reisegeschwindigkeit von 120km/h bringen sollte um zügig zu reisen…???!!
    Tja da komm ich dann nicht mehr mit, wenn ich die Logik und das Verständnis fürs Camping betrachte…
    Erlcher Narr verlangt, dass ein grosser eckiger Container, manchmal mit zusätzlichem Anhängsel die gleichen Flugeigenschaften wie eine Concorde erreicht…
    Für mich Leichtsinn und sorry Dummheit..
    eval, wie mans nimmt leider ist unser System da, sagen wir mal etwas törricht (Demokratie)
    Das Prinzip, dass persönliche Freiheit da endet, wo die Freiheit des anderen begrenzt wirdist haum noch hemanden bekannt, oder wird als Willkür empfunden…
    Nein ich bin jein Besserwisser und habe auch ein paar kleine Baustellen, aber ich versuche eben dues sowrit als möglich zu begrenzen, um nicht aks verunglückter Cyborg mit eine metallischen Randbegrenzung im Körper gerumlaufen zu müssen…
    Ob dies dumm ist, für mich reiner Selbsterhaltungstrieb…
    Mit freundlichen Grüßen

  2. Haben an unserem Eura 650 HS mit Alkoven nach 5,5 Tkm das Fahrwerk sehr ähnlich aufgerüstet. Fährt sich total anders, signifikant weniger schlingern wenn man überholt wird. Insofern volle Bestätigung!
    Die Auflastung von 4,25 t auf 4,6 t haben wir aufgeschoben, da unsere Reifen noch fast neu sind und wir gerade erst eine große Mautbox mit 4,25 t bestellt haben, die dann ja wieder geändert werden müsste. Bin auf die Fortsetzung gespannt! Viele Grüße und gute Fahrt,
    Dirk

    1. Das Thema Mautbox würde ich ja mal gerne intensiv testen. Ich les so viel schlechtes: Fehler, die nocht angezeigt werden und dann zu Strafen führen, Boxen, die bestimmte Strecken nicht beinhalten.
      Warum gibt es (wenn es schon Maut geben muss) kein einheitliches System für ganze Europa? Oder wie schon ewig in Schweden: Kennzeichenscan – jetzt ja auch in Frankreich und Italien. Nicht überall, aber das kommt.

  3. buehne_80witziger@icloud.com
    Lieber Jürgen da hast du mir aus dem Herzen gesprochen. Nach meinen 3,5 to Träumereien (wir fahren Hymer Ti auf MB Sprinter) und der vollbeladenen Wiegung auf den Achsen musste ich hinten auch auf 2,4 to auflasten. Das ist jetzt einige Jahrer her und ich habe große Goldschmittluftfedern hinten verbauen lassen. Die Virderachse war bereits verstärkt. Dann aber habe ich mich per KI mit den richtigen Luftdrücken beschäftigt und zwei Dinge gelernt: Hinten muss ich die Luftfeder je nach Beladung zwischen 1,5 bar (leer) und 3,5 bar (voll beladen und windig) einstellen, damit das WoMo optimal liegt und auch die liegenden Schwellen an den Übergängen in Skandinavischen Ländern ohne Heckaufsetzer absolviert. Beim Reifendruck kommt hinten der vorgeschriebene Maximaldruck von Michelin (5,5 bar) zum tragen und Achtung vorne nur noch 3,3 bar. Grund: Das voll beladene Heck entlastet die Vorderachse derart, dass Michelin dort 3,0-3,5 bar empfiehlt. Seither ( ich hat oft 3,8 bar vorne) verschleißen die Vorderreifen nicht mehr in der Mitte übermäßig.
    Herzliche Grüße
    Thomas

  4. Hallo, Dankeschön für die tolle Info. Wir haben unseren Boxlife vor einem Monat auch von 4250 auf 4700 auflasten lassen. Viele denken nicht an die Achslast. Wir haben nun 2300 vorne und hinten 2700 und gleich vorne und hinten zusätzlich zur Zusatzluftfederung neue Federn und Stoßdämpfer incl. 18 Zoll Rädern.
    Unsere Alko HY wiegt auch die einzelnen Achsen.

    In manchen Ländern wird eine Überladung richt teuer! In Deutschland bis 15% noch relativ günstig 😅.

        1. Witzbold.
          Das ganze Thema Camping ist teuer!
          Wie Nadja mal sagte: „Unsere fahrende Sparbüchse“ 😂
          Wenn man das alles zusammen rechnet, könnte man wahrscheinlich bis zum Lebensende im Hotel Urlaub machen

  5. Wir haben unseren Mooveo 74 Tei EbH mit einem Heckträger von Sawiko und einer AHK versehen, dann auf die Waage….Resultat 3450 Kg…der Mooveo hatte serienmäßig eine Luftfederung auf der Hinterachse…..dann fing das Schrittweise auflasten an…der TÜV war teilweise überfordert….erst von 3650 kg auf 3850 kg dann 4000 kg dann mit neuem Gutachten 4200 Kg . Trotz verbauten neuen Frontfedern und Felgen änderte sich an den Achslasten kaum was…..es wird Zeit ,dass die 3500 kg Begrenzung geändert wird, denn die Auflastung ( nur mit altem Führerschein zu fahren ) bringt erhebliche Begrenzungen ( wie LKW ) und Kosten mit sich, wie Maut etc….

  6. Hallo Jürgen,

    wir fahren ein identisches Wohnmobil und sind vor zwei Jahren Deinem Tipp gefolgt, eine Zusatzluftfederung an der Hinterachse bei Goldschmitt montieren zu lassen – was im Übrigen ein sehr guter Tipp war! 👍 Das war natürlich verbunden mit der obligatorischen Auflastung auf 3,85t. Zu der ZLF harmonieren übrigens die Dämpfer Bilstein B6 Variante Camper Advanced sehr gut – aber das ist ein anderes Thema.

    Wir messen tatsächlich vor jedem größerern Urlaub die Achslasten und kommen im normalen Urlaubstrim auf ziemlich genau 2.000 kg hinten und ca. 1.600 kg vorne. Vorne haben wir noch Luft, hinten sind die 2.000 kg grenzwertig. Das können auch schon einmal 50 kg mehr sein.

    Insofern danke für Deine Beitrag, den ich absolut bestätigen kann.

    Wenn ich den Beitrag aber richtig verstanden habe, reicht die Zusatzluftfederung schon zusammen mit der richtigen Reifen/Felgen-Konbination aus, um die Hinterachse auf 2.400 kg Achslast auflasten zu können? Es gibt hinten tatsächlich keine weiteren Maßnahmen?

    Dann könnten wir doch hinten die Achslast auf 2.400 kg erhöhen lassen, vorne bleibt es bei den 1.750 kg und das zulässige Gesamtgewicht kann aus unserer Sicht auch bei 3.85 t bleiben.

    Wo ist mein Denkfehler? 🤔

    Viele Grüße
    Jürgen

    1. Ich denke, da ist kein Denkfehler, du brauchst wahrscheinlich nur das OK und die Unterlagen von Goldschmitt.
      Am besten dort nachfragen.

  7. Hallo Jürgen,
    mich würde interessieren wie zufrieden Du mit Deinen 4Season-Reifen zufrieden bist. Ich habe auf meinem Kastenwagen mit 4,2 To. die Reifen von Michelin aufgezogen. Diese sind nach meinem Gefühl viel zu wenig Stabil an den Seiten. Bei Kurvenfahrten merkt man immer den Moment wo die Reifen immer wieder zur Seite knicken. Ist das bei Deinen Conti’s ebenso?

    Gruß Dietmar

    1. Hallo Dietmar,
      hier ist der andere Jürgen aus dem Kommentar weiter oben.

      Wir fahren einen Michelin Crossclimate in 225/75 R16C 121/120 und sind sehr zufrieden damit. Lufdrücke: vorne 3,5 bar, hinten 4,5 – 4,75 bar. Er rollt deutlich leiser und komfortabler ab als die standardmäßigen Michelin Agilis Camping. Im Verschleiß kann ich keinen nennenswerten Unterschied feststellen. Mehrverbrauch eugentlich auch nicht. Der wird bei dem Alkovenmobil eh fast allein durch die Geschwindigkeit bestimmt.

      Wir hatten mit den Reifen ein besonderes Erlebnis. Wir standen auf einer Wiese und es hatte über Nacht geregnet. Das Wasser stand ca 1cm hoch auf der Wiese, der Untergrund war noch leidlich fest. Vier von fünf Womos mussten mit dem Traktor geborgen werden. Wir konnten als fünfte völlig problemlos die Wiese ohne Hilfe verlassen. Alle vier Womos hatten Sommerreifen aufgezogen.

      Ja, der Reifen ist sehr teuer. Aber den Mehrpreis zahle ich gerne für die Gewissheit, das kleine bisschen mehr an Traktion zu haben, als die Kollegen mit den Sommerreifen.

      Vermutlich wird sich der Continental in etwa genau so verhalten. Allwetterreifen sind immer ein Kompromiss. So wie ich irgendwann mal gelesen habe, ist der Conti etwas mehr in Richtung Sommer optimiert, der Michelin etwas mehr in Richtung Schnee.

      Viele Grüße
      Jürgen Bürger

  8. Hallo Jürgen,
    ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf den Bericht mit der schlecht funktionierenden Anlage von Ralph.
    Ich selber lebe mit allen Nachteilen die man hat wenn man unter 3,5to bleiben möchte.

    Technisch habe ich mich wie folgt beruhigt/verbessert:
    An der Hinterachse ist eine Zusatzluftfederung von Goldschmitt (ohne Auflastungsgutachten) verbaut.
    Die hintere Light Achse wurde mit Spurverbreiterungen versehen.
    Alu Felgen von BORBET wurden angeschafft um belastbare Gutachten zur Tragfähigkeit zu erhalten.
    All das wurde in die Papiere eingetragen.
    Und weil die Karre (DUC8) Automatik hat sind seitens FIAT die Heavy Bremsen incl. Achsträger drin.
    So landeten wir im Reisetrimm genau an der Kante.

    Nix geht mehr, aber es reicht.
    – Kein Heckträger
    – Keine Hängerkupplung
    – Keine Solarpanels hinter der Achse (Dachlasten am Überhang)
    – Kein Platz mehr für irgendwas
    Das ergibt exakt 2to an der Hinterachse mit 2 E-Bikes in der Garage.
    Mangels Stauraum kann ich auch nicht nach vorne umladen.
    (über DAKEN Boxen möglichst weit vorne denke ich gerade nach)

    Tipp:
    das Bild hier im BLOG zeigt dein neues Vorderrad.
    Ich schaue dabei in deinen ungeschützten vorderen Kotflügel. (Stellantis hat das mal wegrationalisiert)
    Ich selber habe LOKARI Innenkotflügel nachgerüstet und bin diesbezüglich nun auf PKW Niveau.

    Gruß
    Heinz

  9. Hallo Jürgen, ich gehe davon aus, dass ihr ein sogenanntes „Heavy“-Fahrwerk habt. So könnt ihr auch auf ca. 4,2 t auflasten.
    Wir haben leider nur ein „Light“-Fahrwerk, sodass wir nur auf 3,85 t auflasten konnten (durch Zulatzluftfedetung hinten).,Wenn es neuerdings andere Möglichkeiten gäbe, würde ich mich freuen, darüber erfahren zu können. Leider wird in dem obigen Bericht und Kommentaren nicht auf die unterschiedlichen Fahrwerke eingegangen. Freuen mich auf informative Kommentare. VG Jochen

    1. Nein, wir haben ein Light Fahrwerk. Also frag mal bei Goldschmitt nach und dir sollte geholfen qwwrden, wie man auch uns geholfen hat.

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