Alden Sat-Anlage AS 4 – Einbauanleitung einer vollautomatischen Satellitenanlage

Nachdem wir für uns erkannt haben, dass auch fern der Heimat unser Lieblings-Radiosender und die Nachrichten und Sport einfach zu unserem Leben gehört, fiel die Entscheidung recht schnell, erneut eine Satellitenanlage aufs Wohnmobil zu setzen.
Nicht überall kann man über das Internet TV schauen – abgesehen davon sind die Sender im Ausland oft gesperrt – und Sat ist fast überall verfügbar und kostenlos.

Eine Stunde Arbeit, und wenig handwerkliches Geschick und wir haben eine automatische Sat-Anlage auf dem Dach!

Nach den guten Erfahrungen mit dem Alden-Onelight System, folgt nun eine Anlage der Alden AS-Serie HD: Die AS 4 mit einer 80er Schüssel.
Die 80er Schüssel wählten wir dieses Mal ganz bewusst: Zwar haben wir immer zu wenig Platz auf dem Dach (Solar, Kajaks, große Dachfenster), jedoch hatten wir in Skandinavien und unter Bäumen mit der kleineren 60er mehrfach nur schwer Empfang bekommen und hätten Umparken müssen, während später ein Womo mit 80er Schüssel an exakt gleicher Stelle Empfang hatte.
Bei der 80er Schüssel beeinflusst ein Ast oder Baum offenbar nicht mehr so stark den Empfang.

Angeschaut haben wir uns Anlagen von Oyster, Megasat und Alden.
Da die Preise am Ende nicht weit auseinander liegen, waren Innovation, Service und Energieverbrauch für uns wichtig.

Warum eine Alden-Anlage?
Zum einen Vertrauen viele große Wohnmobilhersteller auf Alden, zum anderen haben wir mit den Technikern und der Hotline extrem gute Erfahrungen gemacht. Bei der Umstellung der Such-Frequenzen vor einiger Zeit, hatten wir binnen weniger Tage eine Lösung parat. Auch bei einem Kabelbruch konnten die Techniker uns am Telefon rasch auf die richtige Spur führen. 
Dazu ist Alden extrem innovativ (Der „Alden-One-Touch-Easy“ Knopf bauen wir in einem späteren Artikel ein – einfach genial)
und die gesamte Technik ist quasi wartungsfrei. Über vier Jahre lief unsere Alden-Satanlage Onelight 60 ohne einen Fehler.

Wir haben uns für die Vollautomatik mit dem S.S.C. HD-Steuermodul entschieden, da unser TV einen eingebauten SAT-Receiver hat.
Die neuere Alden AS4 hat im Vergleich zu unserer alten Alden Onelight den Vorteil, dass sie weniger Strom verbraucht, deutlich schneller den Satellit findet und wesentlich leiser ist. 

Da wir viel und regelmäßig ohne Landstrom stehen, ist für uns der Energieverbrauch wichtig: Welche Anlagen verbrauchen wenig Batteriestrom? Das Gesamtkonzept von Alden hat einen sehr niedrigen Energieverbrauch. Die Steuerung schaltet die Geräte komplett ab und der Stand-by ist kaum der Rede wert. In dieser Beziehung hat sich in den letzten Jahren viel getan.

Es mag vielleicht günstigere Geräte geben, aber das Paket aus Service, Zusammenspiel der Komponenten und der niedrige Energieverbrauch von Alden hat uns überzeugt.

Für den Fernseher hatte ich schon im Winter einen Platz gefunden. Nun kommt der Einbau der Satelliten-Anlage: 
Dazu sollte es möglichst über 10 Grad sein, denn der Sika-Kleber mag es gerne wärmer.

Wichtige Fragen, die man sich vorher stellen muss: 
Wo auf dem Dach soll die Antenne installiert werden.

Hört sich trivial an, ist aber wichtig, denn die Antenne dreht sich ja im aufgestellten Zustand und ein aufgestelltes Heki ist dann schnell auch einmal im Weg!
Fast ebenso wichtig: Wo sollen die Kabel der Antenne durch das Dach führen?
Wir haben dafür eine Stelle am Rand des Daches ausgewählt über einem der Hängeschränke. Hier lassen sich die Kabel anschließend leicht verbergen und verlegen.

Erster Test der Anlage auf dem Dach. Die Kabel haben wir durch die offene Tür zum Steuergerät gezogen und alles provisorisch angeschlossen. Beim Suchen des Satelliten dreht sich die Antenne und man kann so gut abschätzen, ob irgendein Fenster oder Anbauteil stören könnte.

Ist der geeignete Platz gefunden, markieren wir die gefundene Stelle:

Und machen das gleich auch für die Kabeldurchführung. Hier checken wir gefühlt 10 x, ob wir auch ganz sicher im richtigen Hängeschrank herauskommen und nicht den auf den vorhandenen Kabelkanal treffen.

Mit einem 10er Bohrer bohren wir das erste Loch und erweitern es, bis auch der Stecker des Steuerkabels hindurch passt

Anschließend wird alles abgesaugt, gesäubert und anschließend noch mit Waschbenzin entfettet.

Zum Kleben verwenden wir Sikaflex 221i*.
Der Kleber wird flächig auf der Unterseite aufgebracht und anschließend die Sat-Anlage gleichmäßig innerhalb der Markierung aufgedrückt. Wobei der Kleber ruhig herausquellen darf.

Vor dem Aufbringen des Sikaflex wird auch die Unterseite der Sat-Anlage gesäubert.
Sikaflex satt auftragen. Ein wenig Platz sollte zwischen den Strängen sein, beim späteren Aufsetzen der Sat-Anlage auf das Dach, drückt der Kleber in die Freiräume.
Desgleichen mit der Abdeckung der Kabel.

und aufkleben

Ähnlich wie beim Silikon im Bad, habe ich dieses Mal mit Fugenglättern * die herausgequollenen Sikakleber-Reste abgezogen. Sieht gut aus und hinterlässt erstaunlich wenig Rückstände.

Über Nacht haben wir die Sat-Anlage, wie die Kabeldose nicht bewegt, nicht mal berührt, um sicher zu stellen, dass alles gut klebt. 
Die Kabeldose anfänglich sogar mit einem Gewicht beschwert. Schön, dass man als Heimwerker viel Zeit hat.

Das Ergebnis ist überzeugend. 


Am nächsten Tag folgt nun die Technik im Inneren.

Die Kabel kommen bei uns nun in einem der Oberschränke aus der Decke. Bei Euramobil verlaufen Kabelkanäle durch alle Oberschränke, was die Verkabelung sehr einfach macht.
Dank Euramobil brauchen wir auch kein neues Stromkabel ziehen und in den vorhandenen Kabelkanälen ist genügend Platz – wenn das nicht vorbereitet ist, sollte man noch einmal zwei Stunden für die Vorarbeiten rechnen. Toll, das wir diese Zeit einsparen konnten.

Das Steuerkabel und das Sat-Koaxkabel kürze ich nicht ein, da im Bereich über der Tür genügend Freiraum hinter einer Blende ist. Dort „stopfe“ ich die Kabel hinein und führe die Kabel von dort in das SCC Steuergerät.

Mit Abdeckung sieht das dann ganz vernünftig aus.

Dieses wandert bei uns in den Oberschrank an die Seite, da wir vorhaben, die One-Touch-Easy Funktion zu nutzen. Aber darüber berichten wir in einem späteren Artikel.

Das SSC an 12 Volt anschließen, alle Kabel zum TV verlegen und dann der erste Test:

Läuft bei uns!

Fazit: Zwei Stunden Vorbereitung und Plaung, etwa eine Stunde Arbeit für das Kleben, einen Tag für das Trocknen des Klebers, eine halbe Stunde für die Verkabelung.
Ein astreines, klares, helles Bild. Dank des zum System passenden Fernsehers und der Lautsprecherbox sind wir begeistert, wie einfach der gesamte Einbau der Anlage war.
Der Fernseher ist drehbar eingebaut und von allen Sitz- und Liegeplätzen gut zu sehen – da können auch lange Winterabende oder verregnete Wochen uns nicht mehr schrecken.

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