Zeitsprung 5.000 Jahr zurück: Orkney war ein Hotspot – Orkney/Hebrides Teil 8

Natürlich hatten wir uns vorbereitet. Natürlich wussten wir von den Steinkreisen und davon, dass hier in der Jungsteinzeit viele Menschen lebten. Was uns auf Orkney dann aber erwartet hat, war größer – viel größer – als wir es in unseren kühnsten Träumen hätten vorstellen können. Immer wieder stellten wir uns dieselbe Frage: Wie viele Menschen lebten hier schon vor 5.000 Jahren? Und wie kamen sie überhaupt hierher? Das waren keine vereinzelten Siedlungen. Das waren gut angelegte, große Gemeinschaften – Orkney vor 5.000 Jahren war der Hotspot der britischen Inseln.

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Skara Brae – das Highlight von Orkney

Wer nach Orkney fährt, kommt wegen Skara Brae. Oder er weiß es noch nicht – und kommt am Ende trotzdem wegen Skara Brae.

Skara Brae ist eines der bedeutendsten archäologischen Denkmäler Europas: ein neolithisches Dorf, das 3100 vor Christus erbaut und um 2500 vor Christus verlassen wurde. 900 Jahre war es bewohnt – länger als Deutschland als Staat existiert. Älter als Stonehenge. Älter als die Pyramiden von Gizeh. Und besser erhalten als Pompeji – weil es Jahrhunderte lang unter Sand lag, der es schützte, statt zerstörte.

Skara Brae

Wie kamen die Menschen vor 5.000 Jahren auf diese Insel? Sie fuhren mit Booten über den Pentland Firth – eine der gefährlichsten Meerengen der Welt, mit Strömungen bis zu 16 Knoten. In kleinen offenen Hautbooten, beladen mit Rindern, Schweinen, Schafen, Saatgut. Das Wasser kennen wir, wir sind selbst gerade darüber gefahren. Dass sie es wagten, ist kaum zu fassen.

Damals war das Klima rund zwei Grad wärmer. Man konnte Getreide anbauen, Vieh halten, eine Gemeinschaft ernähren. Als die Temperaturen sanken, verschwanden die Menschen. Was blieb, waren ihre Häuser – aus demselben flachen Sandstein gebaut, der an der Küste einfach aufzusammeln war. Kein Wald, kein Holz: ein Glücksfall, dass der Untergrund Orkneys gerade diesen Baustoff liefert, den man nur stapeln muss – zu Wänden, Betten, Regalen, Schränken.

Was man zu sehen bekommt, wenn man über den Steg tritt und nach unten schaut, ist schlicht unwirklich: Wohnräume aus dem dritten Jahrtausend vor Christus, in denen noch die Möbel stehen. Steinbetten, Steinregale, Steinherde, Steinschränke. Alles noch da. Alles an seinem Platz. Acht Häuser, durch gedeckte Gänge verbunden, jedes mit demselben Herd in der Mitte. Draußen der Orkney-Wind. Drinnen Feuer, Familie, Wärme.

Man steht da und begreift nicht, dass das echt ist.

Wir laufen den vorgegebenen Weg mehrmals ab – einmal am Meer entlang zurück und schauen nochmals auf die Bauten. Im angeschlossenen Museum sehen wir uns die Nachbauten an. Jetzt, wo wir die echten Häuser gesehen haben, begreifen wir noch viel besser, wie präzise damals gebaut wurde.

Wir sind froh und ein bisschen stolz, das mit eigenen Augen gesehen zu haben. Und es war ein Glücksfall, dass wir so früh gebucht hatten – denn nach uns kamen wahre Touristenmassen.

ℹ️ Infobox: Skara Brae – Tipp für die Buchung

Früh oder spät buchen – nicht mittags. Kreuzfahrtschiffe bringen täglich Hunderte Touristen in Bussen von Kirkwall zu den Sehenswürdigkeiten. Wer gegen 11 oder 12 Uhr ankommt, kommt in der Masse an. Der erste Slot am Morgen oder die letzten Slots am Nachmittag gehören einem fast allein.

Buchung über historicenvironment.scot/visit/all/skara-braezwingend vorbuchen, besonders Mai bis August.

Historic Scotland-Mitglieder: kostenlos. Ohne Mitgliedschaft: ca. £10 pro Person. Skaill House inklusive.

UNESCO-Welterbe, Teil des „Heart of Neolithic Orkney“.

Skaill House – der Mann, der Skara Brae entdeckte

Direkt neben Skara Brae steht Skaill House – und der Zeitsprung beträgt knapp 4.500 Jahre innerhalb von 200 Metern.

Skaill House

Das Haus wurde 1620 für Bischof George Graham von Orkney erbaut. William Watt, Laird von Skaill, war es, der im November 1850 nach einem schweren Sturm an die Küste ging. Der Orkan hatte die Grasnabe der Düne weggefegt – und darunter kamen Mauern zum Vorschein. Was er zunächst für einen verfallenen Bauernhof hielt, stellte sich als einer der bedeutendsten archäologischen Funde der Welt heraus.

Er begann selbst mit Ausgrabungen – ohne Ausbildung, ohne Methode. Vieles, was moderne Archäologen heute brauchen würden, wurde dabei unwiederbringlich zerstört: Kontext, Schichten, Anordnung von Funden. Zu seiner Zeit wurde das Esszimmer kurzerhand in ein Museum für die Artefakte von Skara Brae umgewandelt. Heute erinnert das genau daran, wie wichtig es ist, neue Entdeckungen von Anfang an richtig zu sichern – wie es bei der nahe gelegenen Ness of Brodgar inzwischen vorbildlich geschieht.

Im Haus sieht man heute, wie seine Bewohner wirklich lebten: original erhaltene Möbel, persönliche Gegenstände, Porträts vergangener Generationen. Das Esszimmer mit seinem langen Tisch, die Schlafzimmer mit Himmelbetten. Eine der bemerkenswertesten Sammlungen ist das Dinner Service von Captain James Cook – das Geschirr, das Cook auf seinen Weltreisen mitführte und nach seinem Tod schließlich auf Orkney landete. Man schaut auf diese Teller und denkt an Tahiti, Neuseeland, Hawaii.

ℹ️ Infobox: Bay of Skaill – Tipp zum Übernachten

Der Strand direkt neben Skara Brae – weit, fast leer, das Wasser hell und grün. Dort gibt es einen kostenlosen Parkplatz mit Toilettenhäuschen und Wasserhahn. Wir haben hier übernachtet und sind in den nächsten Tagen noch zweimal zurückgekommen, um Frischwasser aufzufüllen.

Bay of Skaill

Maeshowe – das nächste Highlight, das man gesehen haben muss

Frühzeitig buchen, rechtzeitig beim Visitor Centre in Stenness einfinden – von dort fährt man mit dem kleinen Bus zur Anlage. Kein freier Zutritt, nur wenige Führungen täglich, kleine Gruppen. Wer zu spät kommt, hat Pech gehabt. Für Historic Scotland-Mitglieder ebenfalls kostenlos.

Der Eingang: ein zehn Meter langer Kriechgang, kaum ein Meter hoch. Gebückt rein, einer hinter dem anderen. Dann, im Inneren, kann man bequem aufrecht stehen.

Es gibt leider ein Fotografierverbot – schaut euch die Aufnahmen auf der Seite von Historic Scotland an, die offizielle Fotodokumentation ist sehr gut.

Maeshowe ist das bedeutendste neolithische Gangrab Schottlands. Erbaut um 2800 vor Christus – vor den Pyramiden, vor Stonehenge. Einzelne Steinplatten wiegen bis zu 30 Tonnen. Dreißig Tonnen – wie hat man die hierher gebracht und dann gestapelt? Wir fragen uns das immer wieder. Das Monument ist so ausgerichtet, dass zur Wintersonnenwende das untergehende Sonnenlicht durch den langen Eingangsgang dringt und die Rückwand beleuchtet. Präzise geplant vor 5.000 Jahren.

Der Führer erwähnte die laufenden Ausgrabungen auf der nahe gelegenen Ness of Brodgar – eine riesige Anlage, die man gerade erst richtig zu verstehen beginnt. Eine ganze Siedlung, mit Gebäuden, Plätzen, Straßen. Bisher nur zehn Prozent ausgegraben. Was das alles bedeutet, ist noch längst nicht erforscht. Es steht auf unserer Liste für das nächste Mal.

Dann kamen die Wikinger. Um 1150 brachen sie in den Cairn ein – wahrscheinlich auf der Suche nach einem Schatz, den sie nie fanden. Was sie hinterließen: über 30 Runeninschriften, die größte Sammlung außerhalb Skandinaviens. Graffiti aus purer Langeweile und Geltungsdrang. Einer schrieb: „Diese Runen wurden von dem Mann geritzt, der die Runen am besten beherrschte im westlichen Ozean.“ Andere sind nüchterner, manche schlicht zotig.

Die Orkneyinga-Saga berichtet, dass Earl Harald und seine Männer 1153 in einem Schneesturm Zuflucht in Maeshowe suchten – 100 Männer sollen hier vier Tage im Orkan eingeschlossen gewesen sein. Zwei seiner Krieger sollen dabei den Verstand verloren haben vor Angst vor dem Hügel. Tolle Story – Humbug natürlich, da passen keine hundert rein. Aber die Geschichte hat ihren Charme.

Das eindrucksvollste Kunstwerk: der Maeshowe-Drache – eine schlangenartige Kreatur, mit offensichtlichem Können in den Stein geritzt.

ℹ️ Infobox: Maeshowe

Vorab buchen – zwingend. Nur geführte Touren, begrenzte Plätze. Buchung über historyawaits.scot

Check-in am Visitor Centre Stenness – mindestens 15 Minuten vor der gebuchten Zeit da sein.

Historic Scotland-Mitglieder: kostenlos. Ohne Mitgliedschaft: ca. £8 pro Person.

 

Tipp: Zur Wintersonnenwende überträgt Historic Scotland den Lichteinfall live.

Unstan Cairn und Stenness – der Abend gehört den Steinen

Anschließend bin ich noch zum Unstan Chambered Cairn – etwas abseits, kaum Besucher. Gebückt durch einen niedrigen Eingang, dann innen aufrecht stehen. Fünf Stallkammern, menschliche Knochen in allen fünf. Besonders bekannt durch die Keramik, die man hier 1884 fand – elegante Schalen mit gerilltem Muster, heute weltweit als „Unstan Ware“ bekannt. Auf dem Sturz der Seitenkammer ein kleiner Vogelumriss, eingeritzt von einem Wikinger. Klein, unscheinbar, leicht zu übersehen.

Und weil wir gerade in der Nähe sind und das Licht so schön ist: noch einmal die Standing Stones of Stenness – in der Abendsonne. Wenn das Licht schräg draufscheint, sehen diese Steine noch einmal ganz anders aus. Einer der ehemals dazugehörigen Steine, der Odin-Stein, hatte ein rundes Loch, durch das sich Verlobte die Hände reichten – noch im 18. Jahrhundert ein lebendiger Brauch. 1814 ließ ein Farmer ihn zerstören, weil ihm die Besucher auf seinen Feldern lästig wurden. Er wurde gestoppt – aber zu spät.

Stone of Stennes

Alles eng beieinander!

Wir übernachten an der Bay of Skaill und starten am nächsten Morgen bei strahlendem Wetter mit einer Wanderung

Marwick Head – Vögel, Wanderung und ein bitteres Denkmal

Die Wanderung zu den Vogelklippen von Marwick Head ist einer der schönsten Spaziergänge auf Orkney. Der Weg führt am Kliffrand entlang, immer mit dem Meer zur Linken, und je näher man den Brutstellen kommt, desto lauter wird es. Trottellummen, Tordalken, Dreizehenmöwen – und meine Lieblingsvögel auf Orkney: der Eissturmvogel, ein eleganter Segler im Wind, der die Klippen fast lautlos umkreist. Im Mai die Brutsaison auf dem Höhepunkt, jeder Spalt besetzt. Und wenn man Glück hat: Papageientaucher.

Eissturmvogel

Umwerfend ist es, den Eissturmvögeln beim Fliegen zuzuschauen, oder den Möwen, wie sie im Flug kämpfen

Am Ende des Weges steht das Kitchener Memorial – ein schlichter Turm, der kaum auffällt, bis man die Geschichte dahinter kennt. Am 5. Juni 1916 versank die HMS Hampshire nach einer deutschen Minenexplosion vor diesen Klippen. An Bord war Feldmarschall Kitchener – Kriegsminister, das Gesicht der britischen Kriegsanstrengung, bekannt durch das berühmte Plakat „Your Country Needs You“. Das Schiff sank in weniger als 20 Minuten.

Was danach passierte, macht die Geschichte noch bitterer: Die RNLI in Stromness fragte an, ob sie ein Rettungsboot schicken solle. Die Marine lehnte strikt ab. Einheimische, die zur Klippe liefen um zu helfen, wurden von bewaffneten Soldaten aufgehalten. Von 749 Menschen an Bord überlebten 12. Erst 2016 – zum hundertsten Jahrestag – wurde eine geschwungene Mauer neben dem Turm enthüllt, die alle 737 Namen trägt.

Von hier oben sahen wir in der Ferne zum ersten Mal den Old Man of Hoy – die berühmte 137 Meter hohe Sandsteinnadel, klar am Horizont. Den haben wir uns für morgen aufgespart. Heute haben wir ihn schon von Weitem gegrüßt.

Man könnte hier noch weiterwandern. Wir wollen aber rechtzeitig bei Ebbe in Birsay sein.

Birsay

Brough of Birsay – und was passiert, wenn man die Gezeiten vergisst

Der Brough of Birsay ist eine kleine Felsinsel, die nur bei Niedrigwasser über einen 240 Meter langen Steinweg erreichbar ist. Wir checken die Gezeiten, planen mit Puffer – und gehen rüber.

Auf der Insel: Klippen, Wind, Wellen, die ohne Warnung gegen die Felsen schlagen. Reste einer piktischen und wikingischen Siedlung aus dem 6. bis 12. Jahrhundert, Ruinen einer romanischen Kirche. Der Leuchtturm am Ende des Weges ist noch in Betrieb. Man steht dort oben und schaut auf den Atlantik – und begreift, warum Menschen hier lebten und was es sie gekostet haben muss.

Dann die Geschichte, die man vor Ort immer wieder hört: Es passiert regelmäßig. Touristen gehen rüber, vergessen die Zeit, vergessen die Gezeiten – und stehen plötzlich auf der Insel, während der Steinweg unter Wasser verschwindet. Manchmal werden sie gerettet. Manchmal warten sie sechs Stunden, bis die Flut zurückgeht. Beides ist unangenehm. Beides ist vermeidbar.

ℹ️ Infobox: Brough of Birsay – Gezeiten sind alles

Nur bei Niedrigwasser zugänglich – ca. 2 Stunden Fenster. Gezeiten vorher prüfen: tidetimes.org.uk – Zeiten in GMT, im Mai +1 Stunde für britische Sommerzeit!

Mindestens 30 Minuten Puffer vor der Flut zurück auf dem Festland. Wer wartet bis das Wasser kommt, wartet 6 Stunden.

Kostenlos, Historic Scotland-Gelände.

Beim Rückweg über den Damm erzählt uns eine junge Schottin: Bei Niedrigwasser finden sich im Sand zwischen den Felsen Groatie Buckies – kleine, seltene Kaurischnecken, die nirgendwo sonst in Schottland so leicht zu finden sind. Sie sind wirklich schwer zu entdecken. Aber wer weiß wonach er sucht, der schaut zweimal hin.

Übernachtung: Wir bleiben auf dem Parkplatz beim Brough – ruhig, erlaubt, kostenlos. Der Wind ist auf Orkney ein ständiger Begleiter, und hier merkt man es besonders: Manchmal schüttelt er das Wohnmobil regelrecht durch. Unser Tipp: mit der Nase in den Wind parken. Das macht einen spürbaren Unterschied.

Bevor wir morgen weiterfahren, besuchen wir noch den Bischofs Palace. Aber das ist eine Geschichte für den nächsten Teil.

Im nächsten Teil: Kirkwall, St. Magnus Cathedral, die Highland Park Destillerie – und der Old Man of Hoy.

Alle Angaben basieren auf unseren Erfahrungen im Frühjahr/Frühsommer 2026. Öffnungszeiten und Preise können sich ändern.

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Inhaltsverzeichnis:

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Titel

Themen

1

Die Planung – Route, eVisum und die erste Falle

Reiseidee, Zahlen, eVisum, ETA-Falle

2

Was man wissen sollte – Fähren, Straßen, Diesel und mehr

CalMac, Anreise, Campingplätze, Linksverkehr, Single Track, NC500, Diesel, LPG, Tesco

3

Anreise: Amsterdam – Newcastle – Schottland

DFDS-Überfahrt, erste Kilometer, Jedburgh, Rosslyn und die Kelpies

4

Lallybroch, Inverness und Delfine im Cromarty Firth

Outlander, Midhope Castle, Inverness, Nigg, Cromarty

5

Ein Märchenschloss, Papageientaucher im Kajak und das Ende der Welt

Dunrobin Castle, NC500, Latheronwheel, Whaligoe Steps, John O’Groats

6

Das Schloss, das Queen Mum rettete und Duncansby Stacks im Sturm

Castle of Mey, Duncansby Stacks, Puffins, Gills Bay

7

Die Orkneys: Wo Steinzeit-Wunder und Wikinger-Erbe auf überwältigende Natur treffen

Ankunft, Bob Evans, Churchill Barriers, Italian Chapel, Ring of Brodgar, Yesnaby

8

Zeitsprung 5.000 Jahr zurück: Orkney war ein Hotspot 

Skara Brae, Skaill House, Maeshowe, Ness of Brodgar, Unstan, Stenness, Marwick Head, Brough of Birsay

9

Demnächst: Kirkwall, St. Magnus Cathedral, Highland Park und der Old Man of Hoy

 
Bild von Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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