Schottland: Single Road Trip to Tobermory

Von der restlichen Landschaft auf „Ardemacken“ (Ardnamurchan) habe ich nicht viel gesehen.
Auf dem Weg zur Fähre nach Tobermory war ich dermaßen auf die Straße fixiert, dass ich von der Landschaft (wunderschön sagt Nadja) und den tollen Landhäusern (wunderschön sagt Nadja) absolut nichts mitbekommen haben.
Warum ich mich so auf den Weg konzentriert habe: na schaut einfach selbst.

Nach einiger Zeit habe ich nur noch Randstreifen, Ausweichbuchten und ab zu einen Rhododendron gesehen.

Einige Kilometer vor dem Fährhafen hält uns dann ein Wohnmobil an.
„Die Fähre fährt heute nicht mehr. Auf dem Meer ist dichter Nebel“
Das hat uns gerade noch gefehlt. Aber die Straße ist so eng, dass wir die 50 Meilen Umweg nicht fahren wollen. Im Zweifel warten wir bis zum nächsten Tag.

Direkt vor der Fähre hält uns wieder ein Wohnmobil an.
„Die Fähre fährt frühestens am Nachmittag, vielleicht auch erst morgen“
Es ist nun 11 Uhr geworden und wir sind froh angekommen zu sein. Dann geht es halt erst morgen weiter.
An der Fähre stellt man uns (mal wieder) die Frage: „Haben sie reserviert ?“ Nein, haben wir nicht.
„Wegen Nebels können wir nicht fahren“
Vielleicht später. Ich frage, ob denn überhaupt Platz für uns sei. Die Antwort: „Ja. Es sind zwei Wohnmobile weggefahren. Daher haben wir wieder Platz“.
Am Hafen scheint fett die Sonne auf den Asphalt, aber keine Meile entfernt, steht auf dem Meer eine undurchdringliche Nebelwand.
So etwas haben wir noch nicht gesehen.

Wir warten und nur eine Stunde später öffnet die Fähre ihre Tore und es geht tatsächlich schon los.
Gut, das die anderen Wohnmobilfahrer und Autofahrer ungeduldig waren, sonst hätten wir an diesem Tag vielleicht keinen freien Platz bekommen.

Nach kurzer Überfahrt kommen wir auf der Isle of Mull im sehenswerten Tobermory an.
Wir finden einen Parkplatz direkt am Hafen und der Mitarbeiter eines Reservierungsbüros ermutigt uns, trotz Warnschild, auf dem Parkplatz zu übernachten.
Wir buchen bei ihm eine Bootstour für den nächsten Tag nach Staffa und zu den Treshnish Islands.
Den restlichen Tag genießen wir beim Bummel durch die kleinen Läden, die Destillerie (bäh – schmeckt wie Medizin) und nette Cafés.
Gegen Abend besuchen wir das Mishnish, den Pub in Tobermory.
Grandioser Name – nach drei Ale spricht sich der ganz automatisch.
Alle Innenräume sind individuell und jeden Abend gibt es irgendetwas Besonderes. Meist wechseln sich wohl Fußball und Live-Musik ab.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Mull wimmelt von Ottern. Überall an der Küste besteht die Möglichkeit, welche zu sehen.
Aber wir hatten genug Aktion in den letzten Tagen und so sitzen wir nur faul auf einer Bank vorm Wohnmobil, lesen, trinken Kaffee, schlafen, essen, lesen und schlafen.
Genau das ist es, was uns am Wohnmobil gefällt: wir machen gerade das, was uns gefällt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.