Schottland: Glencoe – Das Wunderland

Glencoe ist vielen Wanderern ein Begriff. Hunderte Trails ziehen sich durch das Hochland, viele Touristen vergessen dabei, dass sie sich quasi im Hochgebirge bewegen. Schnell kann das Wetter umschlagen und den höchsten Berg, Bidean nam Bian, einmal ohne Nebel zu sehen, soll eins der Weltwunder sein.
Wir starten sehr früh am morgen und der Nebel sitzt noch auf den Bergspitzen, die Sonne tastet sich aber langsam voran. Und so ahnen wir, wie verwunschen die Landschaft aussehen kann.
Wir fahren eine kleine Straße parallel der Hauptroute entlang. Es lohnt sich obwohl die Straße für ein Wohnmobil schon recht schmal ist. Aber da sind wir von Skye schlimmeres gewohnt.

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An einem Bach halten wir uns erfrischen uns nahe der Quelle am sauberen Wasser. Davon nehme ich doch gleich mal ein wenig mit, denn entgegen der viel verbreiteten Meinung, verdünnen die Schotten gerne einmal ihren Whisky mit Wasser. Quellwasser.

Am Clachaig Inn kommen wir (leider) wieder auf die Hauptstraße. Das Tal wird enger, die Berge höher und wir wollen an fast jeder Ecke aus dem Auto springen und die Landschaft feiern. Am „Meeting of three waters“ tun wir das dann auch, drehen dann noch einmal um, fahren zu einem weiteren Aussichtsparkplatz, können uns nicht satt sehen.

Weiter geht es zur Moorlandschaft am Loch Ba.

Das Wetter spielt wieder einmal mit. Was sollen wir erzählen? Von Libellen, die um uns herum sausen? Der Sonne, die heiß vom Himmel scheint? Von Spiegelungen weit entfernter Berge im See?

Schaut einfach selbst:

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Der Tag vergeht viel zu schnell, am Nachmittag fahren wir an Kilchurn Castle vorbei. Die Sonne hat hier wohl den Hochnebel den ganzen Tag nicht bezwungen.

Erst am späten Nachmittag, als wir am Invernary Castle ankommen, erbarmt sich die Sonne und will uns auch dieses Schloss mit seinem schönen Garten im besten Licht zeigen.

Invernary Castle

Invernary Castle ist im Privatbesitz (so nutzt uns unsere Member-Karte nichts) lohnt aber den Besuch.
Der attraktive Garten bietet biedere und wilde Teile und viele Bänke, die zum verweilen einladen.
Die Midges lassen uns zumindest im sonnigen Teil in Frieden, im eher schattigen Teil lauern sie hingegen.

Das Innere des Schlosses ermöglicht einem ein Einblick in das Familienleben des Duke of Argyll.
Viel bekannter durfte das Schloss hingegen allen Bewunderern der Serie Downtown Abbey sein. Aber auch James Bond Skyfall wurde hier gedreht.

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Gegen Abend übernachten wir auf einem Campingplatz am Loch Lomond. Doch hier sind Schwärme von Midges unterwegs und obwohl der See und Landschaft schön sind, bleiben wir lieber im Wohnmobil.
Der Campingplatz liegt wie fast alle Übernachtungsplätze am nördlichen Teil des Sees, direkt an der Straße und richtig ruhig wird es dort nicht. Vielleicht wären wir doch besser gleich zum Loch Katrine gefahren. Dort erwartet uns morgen kein geringerer als Sir Walter Scott.

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