Archiv der Kategorie: Rumänien

Rumänien -Der fröhliche Friedhof?

Mit dem eigenen Tod umgehen, ist so eine Sache.
Zumindest auf diesem Friedhof in Rumänien haben die Leute es geschafft, auch im Tod ihren Humor zu bewahren.
Für uns Außenstehende nicht immer zu verstehen.
Zumindest uns fehlt an dieser Stelle vielleicht einfach der Humor.

Aber etwas ganz Besonderes und Sehenswertes ist der ‚Lustige oder Fröhliche Friedhof‘ in Săpânța im Kreis Maramures ganz gewiss.
Die Einheimischen sagen, Stan Ioan Pătraș sei ein mäßig erfolgreicher Künstler gewesen, zumindest bis er auf die Idee kam, die Grabstätten auf besondere Art und Weise zu verschönern.

Der fröhliche Friedhof in Rumänien


Er begann, die Holzkreuze mit Bildern der Verstorbenen zu schmücken und dazu Gedichte zu reimen, die das Leben und Sterben und manchmal auch ein Highlight im Leben des Verstorben darstellt.
Am Anfang kam das nicht immer gut an, heute ist es ein

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Rumänien – Alt und neu in Maramures

Nicht nur alte Klöster gibt es in Rumänien, offenbar ist die Gemeinschaft finanzstark genug, auch neue Klöster zu bauen.
In Bârsana stehen wir vor den Toren des erst 1993 geweihten Klosters.

Kloster Barsana


Hier vereinen sich traditionelle Handwerke mit moderner Gestaltung. Und das funktioniert hervorragend. Alle Kirchen und die meisten Gebäude sind aus Holz gebaut.

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Rumänien – Dampflok-Blues

Die Waldtalbahn – Viseu des Sus

Man muss kein Eisenbahnfan sein, um die alten Lokomotiven zu lieben, die in Viseu des Sus noch immer in den Wald fahren.
Vordringlich für die Touristen, ursprünglich für die Waldarbeiter und den Transport der Stämme aus den tiefen Wäldern.
Heute ist es ein Vergnügen. Früh am Morgen stehe ich am Kartenschalter an. Ausverkauft sollen die ersten drei Züge sein. Aber auf dem Zug um elf Uhr sollen noch ein paar Plätze frei sein.


Die Öffnungszeit steht groß an der Tür und sogar ein Security steht zur angegebenen Zeit vor der Tür. Die Schlange hinter mir wird länger. Aber von den Angestellten fehlt jede Spur.
Nach 15 Minuten tauchen Menschen im Büro auf. Aber es dauert noch einmal 10 Minuten, bis die ersten Touristen ins Büro eintreten dürfen. Völlig normal in Rumänien, meint ein Mann hinter mir. „20-30 Minuten zu spät ist doch völlig in Ordnung.“

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Rumänien – Sucovita, Moldovita und die längste Seilbahn Rumäniens

Wir radeln zum Koster Sucovita und sind ein wenig betrübt. Die Kirche im Inneren der hohen Mauern ist eingerüstet. Wir hätten gerne die prächtigen Außenfassaden gesehen, aber es trifft einen immer einmal und solche Erhaltungsmaßnahmen sind wichtig.
Innerhalb der Klostermauern befindet sich ein weitläufiges Areal. Dieses Kloster ist riesig, die Mauern neueren Datums.

Die Stimmung, die hier herrscht, lässt uns erkennen, wie achtlos wir gestern durch Voronet gelaufen sind. Gebete und Gesänge empfangen uns. Überall stehen Menschen im weiten Raum, unter Dächern und Bäumen und beten.

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Rumänien – Absturz in der Bicaz Schlucht

Heute sind wir Reisemobil und müssen wieder einmal Kilometer schrubben.
Aber auch das ist in Rumänien schön.
Wir fahren durch eine Landschaft, die uns an das Allgäu erinnert, nur 10-mal so groß.
Und grüner.
Und Blumen.
Blumen, Blumen, Blumen
.
Wir haben noch nie so viele Blumen in den Wiesen stehen sehen.

Kilometerlange Blumenwiesen.
Unser Fernziel sind die Klöster der Bukowina und auf dem Weg dorthin soll es durch die Bicaz Schlucht gehen. Wir übernachten an einem kleinen Campingplatz direkt an einem Bach.
Lagerfeuer ist wieder inklusive und wer möchte

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Rumänien – Die Bären sind los

Am Sankt Anna See gibt es Bären.
Das weiß hier jeder.
Auch sonst kann einem in Rumänien überall mal ein Bär über den Weg laufen. Aber das ist eher selten.
Hier am Sankt Anna See ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch. Zurzeit sind elf Bären im Gebiet um den Vulkansee und dem Moor. Und mindestens fünf haben bis zu drei Junge.
Das macht die Lage prekär. Denn eine Bärin mit Jungen kann schnell aggressiv werden.

Aber das wissen wir alles noch gar nicht, als wir von der Landstraße abbiegen und kleine Wege den Hang hinauf und in die Wälder fahren.
Am See angekommen, endet die Straße auf einem Parkplatz. Ein junger Mann macht uns schnell mit den Gepflogenheiten vertraut: Die Wiese, auf der man auch früher stehen durfte, ist gesperrt. Zu viele Bären und zu gefährlich. Vor einigen Wochen wurde eine Touristin angegriffen. Seit dem heißt es: Übernachtung nur hinter Gittern und Elektrozaun. Für 11 Euro die Nacht bekommen wir noch eine Ladung Brennholz für ein Lagerfeuer und 5 Liter Trinkwasser in einer großen Flasche, denn Trinkwasser und Strom gibt es auch nicht.

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Rumänien – Traumjob Burghüter

Habe ich nicht schon einmal erwähnt, dass ich gerne an irgendetwas vorbei brause und wenn Nadja nicht wäre, das Beste im Urlaub verpassen würde? So wie im Schloss Peles?
So auch heute.
Ohne Nadja wäre ich einfach an Honigberg vorbei gefahren.

Wir sind auf der Landstraße, wollen zum Sankt Anna See (Lacul Sfânta Ana).
Ab in die Natur.
Gestern hatte ich schon wieder genug Stadt für einen ganzen Urlaub. Ich stehe wohl doch eher auf Grün und Wald und See.

An einer der wenigen Ampeln auf der Landstraße meint Nadja plötzlich: „Fahr nach links, da gibt es auch eine Kirchenburg – die soll sehr schön sein“
„Noch eine!„, denke ich. „Die Beste haben wir doch gestern erst gesehen. Was soll da noch kommen.“
Aber ich denke das nur und bin fast am Weiterfahren, lege aber dann doch den Blinker ein und fahre in die kleinere Straße ein.
Ist ja nicht weit. Und Nadjas Instinkte in solchen Sachen sind sagenhaft.

Und dann kommt wieder dieser Moment, wo ich sagen darf:

„Danke Nadja“

Kirchenburg Honigberg / Hărman


Wir stehen vor der Kirchenburg von Honigberg. Zumindest ich habe von ihr in keinem Buch gelesen oder Bilder im Internet gesehen. Und das ist ein Fehler und das wollen wir mit diesem Blog nun ändern.
Denn warum auch immer ist Prejmer Weltkulturerbe, aber die Kirchenburg von Honigberg ist schöner, heimeliger liebevoller.
Mit viel Handarbeit und Mühe und noch mehr Engagement kämpft diese Kirchengemeinde für den Erhalt ihrer mittelalterlichen Anlage.
Mit den spärlichen eigenen Mitteln und vielen Helferinnen und Helfern.

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Rumänen – Nach Prejmer zum Weltkulturerbe

Durch die Karpaten. Diesmal etwas abenteuerlicher. Hoch über einem Stausee führt die Straße auf Stelzen am Berg entlang. Es wird gebaut und wir kommen nur langsam voran. Dafür ist der Ausblick phänomenal, schade, dass es keine Parkplätze oder Parkbuchten gibt. Offenbar ist beim Bau der Straße nicht an die Touristen gedacht worden, sondern nur zweckmäßig geplant.
Und wenn dann ein Parkplatz kommt (immer auf der falschen Seite, oder wenn die Aussicht verbaut ist) quellen die Mülltonnen über oder es liegt Müll herum. Dazu ein oder zwei Straßenhunde, die auf Fütterung warten.
Die Strecke zieht sich heute wieder und als wir wieder in Siebenbürgen in der Ebene ankommen, bin ich schon ziemlich müde.
Wir machen oft Pause und bewundern die Landschaft und so ist es kein Wunder, dass wir am späten Abend in Prejmer ankommen.
Prejmer wird ebenfalls in der UNESCO Weltkulturerbe Liste geführt.
Die dortige Kirchenburg gilt als außergewöhnlich und gut erhalten. Wer in dieser Liste auftaucht, dem sind die Besuchermassen sicher. Und dementsprechend perfekt ist der ganze Platz um die Kirchenburg ausgebaut. Mit Parkplatz (auf dem man auch mit großen Wohnmobilen gut einen Platz findet) und Toiletten (nur tagsüber geöffnet) und Parkanlage und einigen Geschäften und Restaurants in der Nähe.

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Rumänien – ich schick dich in die Walachei!

Die Walachei.
Wenn mir irgendjemand jemals wieder sagen sollte, er will mich in die Walachei schicken, werde ich antworten:

Ja – SOFORT!

Seit drei Tagen sind wir nun hier an den Schlammvulkanen und genießen es einfach, das satte Grün und die Wolken anzuschauen sowie über gigantische Blumenwiesen zu schlendern.

Auf dem gegenüberliegenden Hang wandert ein Hirte mit seinen Schafen.
Tausende von Vögeln zwitschern und die Luft ist gefüllt mit dem Summen von Bienen und Insekten.
Die Sonne scheint warm, aber nicht heiß.

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Rumänien – aktive Vulkane

Was sind denn eigentlich Schlammvulkane?
Sprüht es da heißen Schlamm aus dem Boden?

Das haben wir uns am Morgen gefragt, bevor der Guide kommt.

Die Gruppe ist längst auf den Beinen und frühstückt schon, als wir uns dazu gesellen.
Der Guide erweist sich als Experte aus Deutschland, der der Liebe wegen in der nahegelegenen Stadt eine Heimat gefunden hat. Der Mann weiß von was er spricht und erzählt uns als erstes einmal etwas, das uns noch gar nicht aufgefallen ist:

Wir sind hier in der Walachei.

Und wir sind in einem geologisch einzigartigen Gebiet. Vergleichbare Vulkane findet man noch auf Island und auf Java.
Aus rund 3000 Meter Tiefe wird Wasser, Schlamm, Öl und Gas an die Oberfläche gefördert.
Nicht heiß, dafür stinkend nach Methan und durch das Öl glitschig und mit tollen Farben.

Und wo der Schlamm austritt, verwandelt sich die Landschaft in eine Einöde. Wenn es dann im Sommer noch heiß wird, kommt es einem vor, als sei man in einer Wüste.

Wir müssen den nächsten Hügel hinauf.
Und gleich noch ein Hinweis:
Die Schlammvulkane oberhalb des Campingplatzes sind deutlich größer, wie die auf der anderen Seite des Hügels. Obwohl auf dem Schild vor der letzten Abzweigung der Straße, der Pfeil, der nach links zeigt viel, viel größer ist. Rechts geht es zum Campingplatz.

Die Erklärung ist einfach. Der Besitzer eines Restaurants am anderen, kleineren Schlammvulkan hat dieses Schild aufgestellt. Kein Wunder, das sein Pfeil viel größer ist.
Wir sind also zu den richtigen Vulkanen unterwegs.

Und tatsächlich, kaum haben wir die Kuppe erreicht, die noch satt und tiefgrün bewachsen ist, wird der Bewuchs spärlich und hört ganz auf.
Wie Sandberge liegen vor uns. Festgestampft, der Schlamm der letzten Jahrhunderte oder Jahrtausende. Denn der ölige Schlamm kommt nicht in großer Menge aus dem Boden, dafür aber rund um die Uhr, Tag für Tag. Mal mehr, mal weniger.

Kaum haben wir die Hütte der ‚Bewacher‘ hinter uns und unseren Eintritt bezahlt, stehen wir auf der sandigen Fläche und es wird deutlich wärmer und in der Sonne sind wir froh, unsere Hüte dabei zu haben.
Unser Führer holt die Gruppe zusammen und erklärt uns die geologischen Vorgänge.
Tief unter uns gibt es Öl- und Gasvorkommen, die Gase entweichen durch feine Risse und reißen Öl und Wasser mit nach oben. Bis zur Oberfläche ist es ein schöner Mix, der als Schlamm durch mehr oder minder große Löcher an die Oberfläche kommt.
Um die Löcher ist es weich. Wer hier hinein kommt, kommt alleine nicht mehr heraus.
Da es in den letzten Wochen viel geregnet hat, ist der Schlamm sehr dünnflüssig.
An einem Krater können wir dann sehen, wie es den Schlamm zähflüssig heraus drückt.

Die Gruppe ist schon wieder weiter gezogen, ich mache noch Filmaufnahmen, als ich mit einem Fuß im Matsch stehe.
Wenn es hier regnet, lässt man keine Touristen auf das Areal und nun weiß ich auch warum. Wie auf Schmierseife rutsche ich weg.
Nur weg von dem Trichter.

An einer anderen Stelle hat offenbar ein Vulkan größere Mengen ausgestoßen und im Minutenrhythmus hört man Gas entweichen. Pfeifend und zischend entweicht es aus dem Loch.
Ich gehe ganz nah heran, um das Zischen aufzunehmen und am Ende liegt meine Kamera mitten im Matsch. Prima.
Den halben Nachmittag verbringe ich dann damit, das ölige Gemisch abzutupfen. Nichts passiert aber gelernt: Schlamm aus Schlammvulkanen lässt sich nur schwer abwischen.

Der Rest ist schnell erzählt:
Faul in der Sonne gesessen, viel Bier und Wein getrunken, gegrillt, geschlafen, gelesen. Noch mehr getrunken und nichts gemacht.

So kann es weiter gehen.

In Teil 14 werden wir in die Walachei geschickt

Teil 1 : Temeswar
Teil 2 : Die Burg von Eisenmarkt und die mystischen Daker
Teil 3 : In Karlsburg eine orthodoxe Taufe
Teil 4 : Im Freilichtmuseum Rumänien 
Teil 5 : Hermannstadt
Teil 6 : Verschneite Pässe und Hobbits
Teil 7 : Lustig ist das Zigeunerleben
Teil 8 : Biertan und Malmkrog, erste Kirchenburgen
Teil 9 : Schäßburg ohne Dracula
Teil 10: Die mutigen Frauen von Deutsch-Weißkirch
Teil 11: BESUCH BEI KÖNIGIN MARIA
Teil 12:  SO SCHÖN IST KEIN ANDERES SCHLOSS
Teil 13: AKTIVE VULKANE
Teil 14: ich schick dich in die Walachei!
Teil 15: Prejmer und das Weltkulturerbe
Teil 16: Traumberuf Burghüter
Teil 17: Die Bären sind los
Teil 18: Absturz in der Bicaz Schlucht
Teil 19: Voronet in der Bukowina 
Teil 20: Sucovita, Moldovita und die längste Seilbahn Rumäniens
Teil 21: Alt und Neu in Maramures
Teil 22: Kann ein Friedhof fröhlich sein?
Teil 23: Fakten und Fazit: Lohnt eine Reise nach Rumänien?

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