Lost Gardens of Heligan – Cornwall #9

Stellt euch vor, eurer Garten wird nicht mehr bearbeitet. 
Nach ein paar Jahren verwildert er,
Niemand weiß, dass dort überhaupt einmal ein Garten war.
Und nach 100 Jahren findet jemand euren Garten und entdeckt, die Schätze, die sich in dieser Zeit ganz ungehindert ausbreiten und entwickeln durften. Ganz ohne menschlichen Einfluss.
So in etwa ist die Geschichte der Lost Gardens of Heligan.
Und was man hier sieht und erlebt, ist so besonders, dass man sich unbedingt viel Zeit nehmen muss.

Ja, dieser Park ist allein schon die Reise nach Cornwall wert!

100 Jahre

Der Lost Gardens of Heligan, übersetzt die „Verlorenen Gärten von Heligan“, sind eine faszinierende Gartenanlage in Cornwall, England. Die Geschichte dieses Gartens reicht zurück ins 18. Jahrhundert. Der Ursprung der Gärten geht auf die Familie Tremayne zurück, die das Anwesen besaß.

Offizielle Internetseite und Eintrittspreise

 

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Mud Maid

Die Gärten von Heligan wurden Ende des 18. Jahrhunderts und im frühen 19. Jahrhundert von der Familie Tremayne angelegt und entwickelten sich zu einem beeindruckenden Anwesen. Die Gartenanlage erstreckte sich über mehrere Hektar Land und beinhaltete eine Vielzahl von Gärten, Gewächshäusern, Obstplantagen und ein beeindruckendes Gewächshaus.


Während des Ersten Weltkriegs gerieten die Gärten jedoch in Vergessenheit, als viele der Arbeiter eingezogen wurden, und das Anwesen wurde vernachlässigt. Über die Jahre wurden die Gärten von der Natur zurückerobert, und sie gerieten in einen Zustand des Verfalls. Für viele Jahrzehnte waren die Lost Gardens of Heligan vergessen und überwuchert, was ihnen den Namen „verlorene Gärten“ einbrachte.

 

Erst in den 1990er Jahren wurde das Anwesen von Tim Smit, einem Geschäftsmann und Mitbegründer des Eden Project, zusammen mit einem Team von Gartenspezialisten wiederentdeckt und restauriert. Die Restaurierung war eine immense Aufgabe, da viele Teile des Gartens stark überwuchert waren. Das Team setzte sich jedoch das Ziel, die Gärten in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen und die Pracht der vergangenen Ära wiederherzustellen.

Die Restaurierung der Lost Gardens of Heligan wurde zu einem beeindruckenden Erfolg. Heute sind die Gärten eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Cornwall. Besucher können durch die kunstvoll gestalteten Gärten wandeln, die Gewächshäuser bewundern und die reiche Geschichte dieses magischen Ortes erleben. Der Lost Gardens of Heligan dienen auch als Beispiel für die Wiederherstellung und Bewahrung historischer Gartenanlagen.

Die Zeit verrinnt

Wir laufen viel an diesem Tag und haben das Glück, das zum einen die Sonne vom Himmel strahlt, als wolle sie uns diesen Garten in seiner schönsten Pracht zeigen. Und dann sind erstaunlich wenige Besucher vor Ort. So können wir fast jede Bank nutzen und in der Sonne sitzen. 
Das Jagdhaus, die Wand mit den Bienstöcken, die Gewächshäuser – liebevoll restauriert, gestaltet und eingerichtet.
Dazu wird viel für Kinder und Schulklassen geboten und ganz sicher darf man hier nicht für nur eine Stunde mit der Busreise durchrennen – die Schönheit vieler Ecken und Winkel erschließt sich erst, wenn man selbst die Ruhe findet, die diesem Park und Garten ganz natürlich inne ist.
Also hätten die Bäume und Sträucher (die zu Bäumen geworden sind) die hundertjährige Ruhe, die sie vor den Menschen hatte, aufgesaugt.

Überhaupt sind die gigantischen Ausmaße für uns das erstaunlichste: Die Mammutblätter, die Baumfarne, so groß haben wir sie noch nie gesehen.
Aber als Nadja sich auf einen querliegenden Rhododendronast mit 50 und mehr Zentimeter Durchmesser setzt, werden uns die Dimensionen richtig bewusst. In normalen Gärten, höchstens Fingerdick, wurden hier die Äste zu Giganten.

Stellplatz

Die Parkplätze direkt vor dem Eingang laden zum Übernachten ein – aber es ist, wie so oft in Cornwall, nicht erlaubt.
Nur einige hundert Meter weiter findet sich zudem der Heligan Caravan & Camping Park. Da wäre es auch unfair direkt vor den Türen auf dem Parkplatz zu bleiben.

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Eintrittspreise

Der Eintritt im Lost Garden, wie auch im Eden Projekt, ist nicht günstig.
Aber gerade beim Lost Garden, wir haben zu zweit ca. 40 Pfund bezahlt, ist es das Erlebnis wert!
Damit es sich lohnt, sollte man früh ankommen und sich viel Zeit gönnen. Eine Picknickdecke dabei haben, und sich Zeit für die Natur nehmen. Es gibt unendlich viel zu entdecken. Egal, ob in den Gewächshäusern, der Jagdhütte, die Farm, die Spielplätze – man darf und soll überall, um die Ecke schauen!

Es lohnt sich

Ankommen, wohlfühlen, nie mehr weg wollen.
So ging es uns in den vergessenen Gärten.
Natürlich hatten wir auch Glück. Ein sonniger Tag, angenehm warm, überall ein trockenes Plätzchen zum sitzen und verweilen. Bei Regen und Sturm, sieht das alles anders aus.
Aber für uns war es das große Highlight in Sachen Gärten.

Roadtrip Cornwall

Inhaltsverzeichnis

FAQ – Was ihr über Cornwall wissen müsst

Teil 01: Anreise Dover, Ankommen in Rye
Teil 02: Seven Sisters
Teil 03: Durdle Door 
Teil 04: Exeter, Der Giant und ein Schloss
Teil 05: Dartmoor – Urlaubstraum
Teil 06: Whitecomb-in-the-Moor – Wandern und Biken und ein Grab

Teil 07: Lanhydrock Castle
Teil 08: Eden Projekt
Teil 09: Lost Garden of Heligan
Teil 10: Lizard Point – weiße Strände und Piratendörfer
Teil 11: Mont-Saint-Michel’s Bruder
Teil 12: Lands End meiden, besser Cape Cornwall wählen
Teil 13: Im Herzen Cornwalls

Teil 14: Minack Theatre: Kultur mit Blick aufs Meer genießen
Teil 15: Mousehole & St. Agnus & St. Ives
Teil 16: Die Ritter von Pendennis Castle
Teil 17: St. Agnes und die Wheal Coates
Teil 18: Trerice – Bedruthan Steps
Teil 19: Tintangel: Zu Besuch bei König Artus
Teil 20: Bodmin Moor
Teil 21: Stonehenge – Salisbury Cathedrale
Teil 22: Ein Schloss, wie aus dem Bilderbuch – Arundel Castle
Teil 23: Fazit und Tipps

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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