Die Ritter von Pendennis Castle / Glendurgan Garden – Cornwall #16

Wo sonst kann es Ritterturniere geben, wenn nicht in UK?
Die Locations stehen an jeder Ecke und die wackeren Recken scheinen die Jahrhunderte überdauert zu haben.
Und so ändern wir alle Pläne, als Nadja einen Hinweis auf der English Heritage Seite entdeckt:
Heute ist Turnier auf Pendennis Castle.

Glendurgan Garden

Unweit von Falmouth finden sich mehrere Parks.
Den Glendurgan Garten beschreiben wir euch weiter unten.
Diesen Park solltet ihr in Cornwall nicht verpassen!
Mehr dazu, weiter unten im Text!

Wir sind zwar in St. Ives, aber glücklicherweise sind die Wege in Cornwall kurz. Einmal die Insel queren bedeutet hier 50 Meilen zu fahren – weit, aber nicht weit genug, um mich abzuschrecken.
Ich will echte Ritter sehen!

Pendennis Castle ist eine beeindruckende Festungsanlage, die sich auf einer Landzunge an der südlichen Küste Cornwalls in England erhebt. Die Burg hat eine faszinierende Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, als sie während der Herrschaft von Heinrich VIII. erbaut wurde. Ihr ursprüngliches Ziel war es, die Küste vor potenziellen Angriffen zu schützen.

Die strategische Lage von Pendennis Castle spielte eine entscheidende Rolle in verschiedenen Epochen der britischen Geschichte, insbesondere während des Englischen Bürgerkriegs im 17. Jahrhundert. Die Burg wurde während dieser Zeit belagert und erfolgreich verteidigt, was ihre militärische Bedeutung unterstreicht.

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English Heritage

Als Mitglieder des English Heritage (zu empfehlen) ist der Eintritt frei. Für das Ritterturnier muss man aber einen kleinen Obulus berappen.
Parkplätze, auch für große Wohnmobile, sind direkt an der Burg ausreichend vorhanden

Die Architektur von Pendennis Castle ist beeindruckend, mit steinernen Wällen, Türmen und Verteidigungsanlagen, die die Besucher in eine vergangene Ära zurückversetzen. Von den höher gelegenen Teilen der Burg aus bietet sich ein spektakulärer Blick auf die umliegende Landschaft und die Küste.

Besucher haben die Möglichkeit, die verschiedenen Teile der Burg zu erkunden, darunter Kasematten, Geschützstellungen und andere Verteidigungseinrichtungen. Die Ausstellungen und Informationsstände vor Ort bieten Einblicke in die Geschichte der Burg, ihre Rolle in verschiedenen Epochen und das tägliche Leben der Menschen, die sie bewohnten.

Mehrmals im Jahr werden Ritterturniere ausgerichtet.
Beginnend mit Eintreffen der Ritter um 10 Uhr, über das Einkleiden bis zum Abschluss des Turnier gegen 17 Uhr.
Der Tag ist straff und mit vielen Attraktionen, aber auch Erklärungen gefüllt.

So erleben wir live, wie ein Ritter von seinen Knappen angezogen wird, auf was man alles achten muss, damit am Ende nicht die Hose rutscht. Sehr spannend und lehrreich.

Und so geht es witzig weiter, Die Knappen gehen hin und wieder aufeinander los, einer der Ritter ist ein echtes Großmaul.
Man verbündet sich schon einmal während des Turniers mit dem Gegner und die verschiedenen Waffengattungen werden ebenso anschaulich, wie unterschiedliche Kampfweisen.
Das Erstaunliche aber ist, wie gut und schnell diese Männer sich bewegen und kämpfen.
Manches Handgemenge geht rasendschnell. Auch rennen, fallen und aufstehen.
Wer denkt, ein Ritter, der am Boden liegt, hat schon verloren, der irrt.
Hier sind Profis am Werk.

Es hagelt Schläge und Hiebe. Und nicht nur angedeutet, sondern hart und präzise ausgeführt.
Das alles ist nur zum Teil Show. Alle Körperteile sind am Ende noch dran, aber blaue Flecken wird es zu Hauf gegeben haben.

Ich komme mit Jay durch meine Bilder in Kontakt und erfahre, dass die Profis als Truppe nicht nur in England bekannt sind.
Unter dem passenden Namen: Dressed to kill sieht man sie nicht nur auf Pendennis Castle:
https://www.dressed-tokill.com/ 

Jay erzählt, dass es ihnen ein Anliegen ist, die Zeit der Ritter in Erinnerung zu halten, aber nicht als schöngefärbte Zeit, sondern so hart und anstrengend, wie sie wirklich war.
Daher gibt es auch nicht nur Turniere, als Firmen oder Familienevent darf man auch selbst einmal mit den Waffen kämpfen, Bogen schießen oder nur einmal in eine Rüstung schlüpfen.

Das Rahmenprogramm passt natürlich ebenfalls. Und holde Maiden, Gaukler und Knappen erheitern das grobe Volk an allen Ecken.

Fast vergessen:
Natürlich ist auch das Pendennis Castle sehenswert.
So lässt sich die alte Burg besichtigen, mit neuen und alten Kanonen und einem großartigen Rundblick über Falmouth, das Meer und die angrenzenden Buchten.
Ein netter Imbiss im Haupthaus und eine sehenswerte Ausstellung über die Ausbildung der Soldaten im 2ten Weltkrieg findet sich außerdem.


Glendurgan Garden - Das berühmte Labyrinth

Ein weiterer Garten in der Nähe von Falmouth soll nicht unerwähnt sein.
Das Highlight ist des Parks ist eindeutig ein riesiges Labyrinth, das allein schon einen Besuch wert ist.
Aber der Park hat, wie fast immer in Cornwall, so viel mehr zu bieten und daher wie immer der Rat, sich viel Zeit zu nehmen.

Familie Fox

Eine Familie mit vielen Kindern?
Da braucht man einen Garten und am besten einen Irrgarten: 
„Geht raus spielen!“ Und schon hat man ein paar Stunden Ruhe.
Ganz so wird es nicht gewesen sein, aber der Garten lädt nicht nur die Kinder zum Spielen ein.

Bambus, Yuccas, Hanfpalmen, Agaven und Baumfarn und – für das südliche Cornwall selbstverständlich – Rhododendron
Und so hat die Familie über 130 Jahre diesen wunderbaren Garten angelegt und betreut, bis er 1962 an den National Trust über ging,

Der Parkplatz direkt am Park ist auch für große Wohnmobile gut geeignet, auch wenn der Weg zum Park manchmal eng ist.
Wie immer ist das Übernachten nicht gestattet.
Der Park gehört zum National Trust und daher ist der Eintritt für Member frei – Gut für uns!

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Roadtrip Cornwall

Inhaltsverzeichnis

FAQ – Was ihr über Cornwall wissen müsst

Teil 01: Anreise Dover, Ankommen in Rye
Teil 02: Seven Sisters
Teil 03: Durdle Door 
Teil 04: Exeter, Der Giant und ein Schloss
Teil 05: Dartmoor – Urlaubstraum
Teil 06: Whitecomb-in-the-Moor – Wandern und Biken und ein Grab

Teil 07: Lanhydrock Castle
Teil 08: Eden Projekt
Teil 09: Lost Garden of Heligan
Teil 10: Lizard Point – weiße Strände und Piratendörfer
Teil 11: Mont-Saint-Michel’s Bruder
Teil 12: Lands End meiden, besser Cape Cornwall wählen
Teil 13: Im Herzen Cornwalls

Teil 14: Minack Theatre: Kultur mit Blick aufs Meer genießen
Teil 15: Mousehole & St. Agnus & St. Ives
Teil 16: Die Ritter von Pendennis Castle
Teil 17: St. Agnes und die Wheal Coates
Teil 18: Trerice – Bedruthan Steps
Teil 19: Tintangel: Zu Besuch bei König Artus
Teil 20: Bodmin Moor
Teil 21: Stonehenge – Salisbury Cathedrale
Teil 22: Ein Schloss, wie aus dem Bilderbuch – Arundel Castle
Teil 23: Fazit und Tipps

Trips in DigiCamper

Folgt unserem Trip in DigiCamper Trips:
Dort könnt ihr den Trip übernehmen, oder einen eigenen Trip daraus machen.
In Maps übertragen und euch direkt navigieren lassen.

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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5 Antworten

  1. Wieder toller Bericht und ausschlaggebend dafür, dass wir die Reise gern „nachfahren“ wollen.
    Grüße aus z.Zt. Spanien von Elvira und Peter

      1. Vielen Dank für diese herrliche Reisebeschreibung. Nun geht diese Bürstner SChrottkiste elegance endlich zurück. Müssen dann auf den Carthago aus Slowenien warten dann soll es nach England gehen. Gerhard Kowalski von der dritten Reise aus Tiznitz Maroc.

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