Mousehole – Trengwainton Garden – St. Ives – Cornwall #15

„Ihr müsst nach Mausel fahren!,
sagt unser cornischer Nachbar.
„Und zum Trengwainton Garden und nach St. Ives.“
Gesagt – getan!

Mousehole

„Wo soll denn dieses verflixte Mausel liegen?“
Ich google mir schon die Finger wund, als Nadja mit unserer Landkarte kommt und mit dem Finger auf einen kleinen Ort neben Penzance zeigt:
Und da steht Mousehole – Die Einheimischen sprechen es wie „Mausel“ aus.
Aha – das Mauseloch.

Mousehole ist ein malerisches Fischerdorf und Hafen an der Südküste von Cornwall, England. Die Geschichte von Mousehole reicht zurück bis ins 13. Jahrhundert, als es als „Porthenys“ bekannt war. Der heutige Name „Mousehole“ wird auf das Cornische „Mouse-keol“ zurückgeführt, was so viel wie „kleiner Hafen“ bedeutet.

Das Dorf hat eine reiche maritime Geschichte, geprägt von Fischerei und Handel. Im 16. Jahrhundert war Mousehole ein wichtiger Hafen für den Pilchard-Fischfang, was zur wirtschaftlichen Blüte des Dorfes beitrug. Während der Jahrhunderte durchlebte Mousehole jedoch auch schwierige Zeiten, darunter Angriffe von Piraten und Naturkatastrophen wie Stürme.

 

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Die schmalen Gassen und charmanten Cottages, die teilweise aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, verleihen dem Dorf einen historischen Charme. Der Hafen von Mousehole bleibt ein zentraler Punkt, wo Fischerboote und kleine Schiffe vor Anker liegen.

Eine besondere Tradition in Mousehole ist die jährliche Weihnachtslichter-Show. Das Dorf wird während der Weihnachtszeit mit Tausenden von Lichtern geschmückt, was Besucher aus der ganzen Region anzieht.

Mousehole hat auch literarische Verbindungen, insbesondere zu dem berühmten walisischen Dichter Dylan Thomas, der einige Zeit im Dorf verbracht hat.

Heute ist Mousehole ein beliebtes Ziel für Touristen, die die entspannte Atmosphäre, die historische Architektur und die beeindruckende Küstenlandschaft suchen. Es bleibt ein Fenster in Cornwalls reiche maritime Vergangenheit und eine Quelle der Inspiration für Besucher aus aller Welt.

Gallerien, Kunst und Kitsch

Hier stelle ich mir die Schmuggler vor, die mit ihren Booten außerhalb des Hafens anlanden und ihre geheime Ware über verschlungene Wege in die Lagerhäuser bringen. Und die ehrbaren Händler, die ihre Ware ganz legal mit den Schiffen in den Hafen fahren und dann in den gleichen Lagerhäusern lagern.
Ehrbar und ehrlos – wer will das schon erkennen. 
Vielleicht noch ein paar Dreimaster der Marine und Fischerboote, die ihre Ladung direkt am Hafen verkaufen.

Ein schönes Gedankenspiel – und viel anders ist es heute auch nicht.
Heute sind die Touristen die bedeutendste Handelsware und es wird viel geboten.
Zahlreiche gute und weniger gute Gallerien finden sich in den schmalen Gassen und so stöbern wir viele Stunden in den Läden, genießen einen Kaffee am Hafen und schauen dem Strandtreiben am Hafenbecken zu.

Nicht einfahren

Wenn ihr etwas richtig aufregendes erleben wollt, dann fahrt ihr mit dem Wohnmobil nach Mousehole ein – wir hatten das Vergnügen einen Lasterfahrer dabei zu beobachten.
Daher parken wir an der Straße in Richtung Penzance, dort finden sich zahlreiche Parkbuchten und der Sparziergang zurück nach Mousehole bringt neue Ansichten.

Sieht man immer wieder einmal:
Ein Becken, dass aus den Fels heraus gearbeitet wurde. Bei Flut überspült, bei Ebbe das Schwimmbad die Kids und Einheimischen

Mousehole - Ansichten

Trengwainton Garden

Wir entwickeln uns zu Garten-Fetischisten.
Dank der Mitgliedschaft im National Trust kosten uns die Besuche keinen zusätzlichen Eintritt, oder wie Nadja immer betont: Mit jedem besuchten Garten, Schloss oder Parkplatz, lohnt sich Mitgliedschaft mehr.
Mittlerweile haben wir längst durch die bisherigen Eintrittspreise die Mitgliedschaft bezahlt und dabei kommen noch etliche Attraktionen.

Wir werden oft gefragt: Lohnt sichs?
Nein, nicht als Urlaubsziel. Aber wenn man in der Nähe ist und Zeit hat, sollte man reingehen.
Wir essen lecker – das ist oft in diesen Parks günstig möglich – wandern durch die Anlage und kommen am wirklich sehenswerten Herrenhaus vorbei (für Besucher nicht geöffnet) aber das wirklich eindrucksvollste liegt nicht weit dahinter:
Auf dem Hügel hat man einen malerischen Blick über die Landschaft und die Bucht.
Geübte Parkbesucher haben die Picknickdecke dabei, uns reicht eine der vielen Bänke, und dann heißt es, den Blick schweifen lassen und genießen.

Trengwainton ist ein Garten in Madron, in der Nähe von Penzance, Cornwall, England, UK, der seit 1961 im Besitz des National Trust ist. Der Garten ist bekannt für seine Sammlung exotischer Bäume und Sträucher und bietet einen Blick über die Mount’s Bay und The Eidechse.

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Linksverkehr in Deutschland?

Wusstet ihr, dass Deutschland auch den Linksverkehr hatte?
In Deutschland wurde der Rechtsverkehr am 5. August 1933 eingeführt. Zuvor war in Deutschland Linksverkehr die Regel. Die Umstellung auf Rechtsverkehr war Teil einer politischen Entscheidung des dritten Reichs. Der Hauptgrund für diese Umstellung war, eine einheitliche Verkehrsführung in den Ländern des Deutschen Reichs herzustellen, da die meisten europäischen Länder zu dieser Zeit bereits Rechtsverkehr praktizierten.

Die Umstellung auf Rechtsverkehr wurde durch eine intensive Informationskampagne begleitet, um die Bevölkerung auf die Änderungen vorzubereiten. Es gab jedoch auch massive Widerstände und anfängliche Schwierigkeiten, da die Menschen und die Infrastruktur an den Linksverkehr gewöhnt waren. Nach kurzer Anpassungszeit konnte sich der Rechtsverkehr dann in Deutschland etablieren.

St. Ives

Wir verlassen unseren kleinen Campingplatz am Leuchtturm und fahren in Richtung Norden.
St. Ives ist unser nächstes Ziel. Wir haben uns sagen lassen, dass es dort immer voll ist. Viele Touristen, wenige Parkplätze.
Es gibt mehrere schöne Campingplätze in unmittelbarer Nähe, Wohnmobil abstellen und mit den Rädern in die Stadt.
Das ist auch unser Plan, leider sind die Campingplätze weitgehend ausgebucht und so parken wir an der kleinen Kirche Saint John’s in the fields Church.
Unser Wohnmobil ist noch klein genug und die nette Dame von der Verwaltung lässt uns direkt am Eingang parken. Vans passen sicher auf die Wiese, große Wohnmobile haben keine Chance. 
Es gibt mehrere große Parkplätze in der Stadt, die Zufahrtswege sind um die Mittagszeit heillos überlastet, am besten schon früh anfahren.

St. Ives, eine bezaubernde Küstenstadt, zeichnet sich durch ihre alten Bauwerke, ihre künstlerische Szene und ihre historische Bedeutung aus. Die Strände, darunter Porthminster Beach, Porthmeor Beach und Porthgwidden Beach, laden mit goldenem Sand und klarem Wasser zum Entspannen und Sonnenbaden ein.
Hier finden sich viele Surfer ein, die Wellen können einige Meter hoch werden.
Entsprechend gibt es Surfshops und ein ganz eigenes Strandleben mit Bars und Events.

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Die Tate Gallery in St. Ives, Teil der renommierten Tate-Familie, präsentiert moderne und zeitgenössische Kunst mit einem Fokus auf Künstlern, die mit der Region verbunden sind. Das Barbara Hepworth Museum and Sculpture Garden sowie die Leach Pottery feiern die künstlerische Tradition der Stadt. Der malerische Hafen von St. Ives bietet mit engen Gassen, Fischerbooten und Uferrestaurants einen charmanten Anblick. Die Umgebung lockt mit spektakulären Küstenwanderungen entlang des South West Coast Path, der atemberaubende Ausblicke auf Klippen, Meer und die Cornwall-Landschaft bietet. St. Ives beherbergt das ganze Jahr über kulturelle und musikalische Veranstaltungen, darunter das St. Ives September Festival, das Kunst, Musik und Theater feiert. Die Stadt ist eine Oase natürlicher Schönheit, künstlerischer Geschichte und lebendiger Kultur, die es zu entdecken gilt.

Touristenhochburg

Und wir mitten drin. Normalerweise schreckt uns so etwas eher ab, aber in St. Ives ist das alles anders. Trotz der Massen – und heute soll es relativ leer sein – hat das alles einen Anstrich von Dorffest.
Man tingelt durch die Gassen, schaut sich die wirklich netten Läden an und findet ganz sicher sein Mitbringsel für die Freunde und Familien daheim.

Spätestens am Hafen wird sich jeder wohl fühlen. Hier reihen sich Imbiss an Pub und wir genießen wieder einmal die leckeren Pasties.
Dieses Mal wirklich riesig und extrem lecker.
Pasties sollte es überall in der Welt geben, für Touris ideal: Kein Besteck, kein Teller – kein Müll!
Und günstig sind sie außerdem!

Wir sehen zwar keine Surfer, dafür tummeln sich erstaunlich viele am Strand und im Wasser.

Und dann steht an der Hafenmole dieser eine VW Bus.
Unschlagbar.
Abgesenkt. Der Besitzer kommt noch vorbei und bläst die Luftbälge auf, damit wir sehen, dass das Fahrzeug auch fahrbereit ist. Aber abgestellt sieht er einfach umwerfend aus.

Der Rost ist aufgemalt, das Fahrzeug tadellos in Schuss und bitte beachtet die Ratte auf der Stoßstange!

St. Ives ist ein Besuch wert, wir wären auch länger geblieben, doch es zieht uns weiter, immer Küste entlang zur Wheal Coates

Roadtrip Cornwall

Inhaltsverzeichnis

FAQ – Was ihr über Cornwall wissen müsst

Teil 01: Anreise Dover, Ankommen in Rye
Teil 02: Seven Sisters
Teil 03: Durdle Door 
Teil 04: Exeter, Der Giant und ein Schloss
Teil 05: Dartmoor – Urlaubstraum
Teil 06: Whitecomb-in-the-Moor – Wandern und Biken und ein Grab

Teil 07: Lanhydrock Castle
Teil 08: Eden Projekt
Teil 09: Lost Garden of Heligan
Teil 10: Lizard Point – weiße Strände und Piratendörfer
Teil 11: Mont-Saint-Michel’s Bruder
Teil 12: Lands End meiden, besser Cape Cornwall wählen
Teil 13: Im Herzen Cornwalls

Teil 14: Minack Theatre: Kultur mit Blick aufs Meer genießen
Teil 15: Mousehole & St. Agnus & St. Ives
Teil 16: Die Ritter von Pendennis Castle
Teil 17: St. Agnes und die Wheal Coates
Teil 18: Trerice – Bedruthan Steps
Teil 19: Tintangel: Zu Besuch bei König Artus
Teil 20: Bodmin Moor
Teil 21: Stonehenge – Salisbury Cathedrale
Teil 22: Ein Schloss, wie aus dem Bilderbuch – Arundel Castle
Teil 23: Fazit und Tipps

Trips in DigiCamper

Folgt unserem Trip in DigiCamper Trips:
Dort könnt ihr den Trip übernehmen, oder einen eigenen Trip daraus machen.
In Maps übertragen und euch direkt navigieren lassen.

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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Eine Antwort

  1. Vielen Dank für den Bericht und die wunderschönen Fotos.
    Beim Ansehen steigert sich die Vorfreude auf unsere Reise dort hin.

    Schöne Grüße Kerstin

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